Trump: Moskau wird unter unseren Öl- und Gasexporten leiden …

14.07.17 Karikatur Trump und Merkel

Was haben US-Präsident „The Donald“ Trump und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam: Merkel umschweben leicht dunkle, klimaschädliche Wolken, hervorgerufen durch Treibhausgas aus deutscher Kohle.  Trumps Haupt ist eingehüllt von den klimaschädlichen Gasen aus massivem Fracking von Öl und Gas, wobei über Trumps Haupt noch eine tiefdunkle Russen-Wolke seit seinem Amtsantritt schwebt. Und jetzt, während seines Fluges nach Paris gestern, 13. Juli,  wird deutlich, dass bei Trump beides wohl zusammengehört: Die dunkle Russenwolke und die von dem Fracking von Öl und Gas.

Während seiner Reise zum Staatsbesuch bei Präsident Macron erklärte Trump wörtlich: „Ich bin ein riesengroßer Fracker, Kohle, Erdgas, alternative Energien, Wind – alles, nicht wahr? Ich produziere viel, viel mehr Energie als sonst irgendjemand, der für das Präsidentenamt jemals kandidiert hat“.

25.03.16 Pfeil für TextUnd dann stellt er sich quasi, während er ungefragt weiter spricht, selbst die Frage:  „Wie wirkt sich das auf Russland aus? Weil Russland sein Geld durch den Verkauf von Öl macht, und wir haben unter uns mehr Öl als irgendjemand, und niemand wusste davon bis vor fünf Jahren. Und ich will es nutzen. Und ich will nicht, dass das weggenommen wird durch das Pariser Abkommen“. Wäre Hillary Clinton gewählt worden. wäre in den USA die Energieproduktion gesunken, tönte Trump im Flugzeug weiter. Denn Clinton stünde der  Frackingtechnik ausgesprochen skeptisch gegenüber. Das Weiße Haus gab die Zitate übrigens nachträglich frei.

 Trump zielt mit seinen Bemerkungen in eine bestimmte Richtung wenn er weiter erklärt: „Unter meiner Präsidentschaft wird Russland unter sehr niedrigen Energiepreisen zu leiden haben. Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen sind die wichtigste Geldquelle des russischen Staates.“ Und dann posaunt er noch heraus:

25.03.16 Pfeil für Text„Ich werde Putin fragen:

Für wen waren Sie denn wirklich ?“ Trump zielt mit seiner Frage auf die Präsidentschaftswahl. Russland, so ist sich der US-Geheimdienst sicher,  hat sich maßgeblich eingemischt zu Gunsten Trumps. Doch Trump tönt:  „  Weil ich kann nicht glauben, dass er für mich

"Für wen waren Sie denn wirklich..." will "The Donald" ihn, Wladimir Putin bald fragen ...

„Für wen waren Sie denn wirklich…“ , will „The Donald“ Trump  ihn, Wladimir Putin, bald fragen …

gewesen wäre… Wir werden in diesem Jahr Kraftstoff-Exporteur werden.“  So weit zu Trump, der immer wieder versucht die dunkle Russenwolke über seinem Haupt wegzuargumentieren.

Bei Merkel  sieht die Sache anders aus: Im Herbst 2017 finden die internationalen Klimaverhandlungen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, beim selbsternannten Ökoprimus Deutschland, in Bonn, statt. Doch direkt nebenan im rheinischen Kohlerevier, Europas größter CO2-Quelle, wird weiter der klimaschädlichste Energieträger vor allem die Braunkohle abgebaut und verfeuert.

25.03.16 Pfeil für TextDeutschland ist Weltmeister bei der Förderung des Klimakillers Braunkohle.

Nicht entschuldbar ist das sture Festhalten an der Kohle, weil es eine Debatte darüber verhindert, wie eine gute Zukunft ohne sie in der Lausitz oder im rheinischen Braunkohlerevier aussehen könnte. äußerte kürzlich  Lutz

Vor Jahrenden hieß es noch: Kohle - Edle Zukunft. Das ist vorbei, hieß es mal  ... Karik. U+E

Vor Jahrenden hieß es noch: Kohle – Edle Zukunft. Das ist vorbei, hieß es auch mal … Karik. U+E

Weischer von der Denkfabrik Germanwatch im Deutschlandfunk.

25.03.16 Pfeil für TextImmerhin: Unter den zehn größten CO2-Produzenten der EU sind sechs deutsche Kohlekraftwerke, darunter Neurath und Niederaußem im Rheinland und Jänschwalde in der Lausitz.

„Wir exportieren Kohlestrom immer mehr ins europäische Ausland. Deutschland ist Braunkohle-Weltmeister und Braunkohle-Exportweltmeister. Und das versaut das Klima und auch unsere Klimabilanz“, so Weischer Bilanz zu Merkels Kohlepolitik.

 

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