Auch die Forderungen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz gegen den russischen Gaskonzern Gazprom werden ebenfalls inzwischen gigantischer. Eskaliert der Krieg der Konzerne Russlands und der Ukraine in der Form  weiter könnte auch Europa darunter noch leiden müssen. Rund 20 Milliarden US-Dollar sollen dem ukrainischen Energielieferanten Naftogaz seit 2009 wegen der angeblichen Unterbewertung des Preises für den Gastransit durch die Ukraine aus Russland entgangen sein. Das sagte Unternehmenschef Juri Vitrenko gestern, Dienstag 06.März und wurde damit prompt von der von Moskau gesteuerten Nachrichten-Agentur Sputnik-news zitiert.

Der russische Gasgigant soll Milliarden zahlen ...
Der russische Gasgigant soll Milliarden zahlen …

„Der Preis für den Transit über das ukrainische Territorium wurde um etwa die Hälfte geringer eingeschätzt“, wird Vitrenko von der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian zitiert.  Wie er vorige Woche mitgeteilt hatte, wird Naftogaz sich in der nächsten Zeit mit dem Vorschlag an den russischen Staatskonzern Gazprom wenden, den Tarif für den Gastransit zu revidieren. Sollte Gazprom damit nicht einverstanden sein, droht Naftogaz erneut  mit dem Handelsgericht in Stockholm.

Der ukrainische Versorger hatte sich bereits in Schweden um Tarifrevidierung bemüht. Das Gericht hatte die Ansprüche von Naftogaz damals zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte diese Entscheidung mit der „Nichtübereinstimmung mit den formellen Forderungen des Gerichts“. Die aktuelle Klage werde allen Formalitäten entsprechen, so Vitrenko.

Sitz des Gazriesen Gazprom in Moskau
Sitz des Gazriesen Gazprom in Moskau

Das Handelsgericht in Stockholm hatte am 28. Februar dagegen einer Klage von Naftogaz gegen Gazprom stattgegeben und den russischen Energiekonzern verpflichtet, Naftogaz 2,56 Milliarden US-Dollar als Ausgleich zu zahlen – Russland habe weniger Gas durchgeleitet als vereinbart. ( Wir haben berichtet) Auch haben wir berichtet, dass Naftogaz die entgagenen Gelder von Gazpromin Deutschland arretieren“ könne, wie der ukrainische Konzern geäußert hat .  Auch darüber haben wir berichtet.

 

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