Schon lange ist bekannt, dass  der Reaktor-Druckbehälter im belgischen Atomkraftwerk Tihange Tausende feine Risse aufweist. Passiert ein Gau, ist in der Umwelt nicht mehr zu leben!!! Von  Experten ist immer wieder  die Abschaltung des Reaktors gefordert worden. . Wohl kaum ein anderes Thema beschäftigt und ängstigt die Menschen im Aachener Dreiländereck so sehr, „in unserem Lebensraum“, schreibt die Städteregion Aachen, wie das Thema  Atom-Pannenreaktor ‚Tihange‘ und der Zustand von Tihange 2. (Wir haben berichtet, s. unten)

Professor Wolfgang Renneberg...Dicht machen...!!!
Experte für Atomsicherheit: Professor Wolfgang Renneberg…Dicht machen…!!!

Renommierte Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben sich inzwischen mit den Pannenreaktoren und ihrem jeweiligen Zustand beschäftigt. Am 13. und 14. April trugen sie während der INRAC- Konferenz in Aachen ((Nuclear Risk Assessment Group) ihre Ergebnisse vor. Wir geben hier in Kurzform seine Ergebnisse wieder. Wolfgang Renneberg ist  heute nicht nur Hochschullehrer,Physik, und Volljurist. Er leitet auch  das von ihm gegründete Büro für Atomsicherheit. Von 1998 bis 2009 war Renneberg zuvor Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und Entsorgung  im Bundesumweltministerium.

Renneberg stellte zunächst bei seinem INRAC-Vortrag:Die Kernfrage für einen möglichen Weiterbetrieb der Reaktoren:  Wann sind die Risse entstanden?

Und dann gab er selbst die möglichen Antworten: Falls die Risse während des Betriebes entstanden sind, bedeutete das ganz klar: Das sofortiges Aus der Anlage auch die belgische Atomaufsicht FANC müsste diese Sicht teilen. Und dann beschäftigte sich der Atom-Professor mit der Dokumentation des Herstellungsprozesses der der Reaktordruckbehälter und stellte fest:

Sie sei unvollständig. Noch schlimmer:  Die .festgestellten Rissbefunde nach der Herstellung  seien im weiteren Prüfprozess verschwunden.

Und dann schlussfolgerte Renneberg: Wenn die Auffassung der FANC richtig ist, dass Risse herstellungsbedingt sind , hätten sie in der Genehmigungsdokumentation auftauchen müssen. Das ist nicht der Fall: Der Genehmigung lagen also  falsche Unterlagen zugrunde.

Und dann zieht Renneberg die entscheidenden Schlussfolgerungen: Entweder die gilt:

die These 1: Die Risse sind herstellungsbedingt (FANC): Dann war die Genehmigung des Reaktorbetriebs mit einem solchen Material rechtswidrig!

oder es gilt: These 2: Risse sind betrieblich entstanden  Sicherheitsnachweis 2015 weg!

Es gibt laut Renneberg nur die Lösung des Entscheidungsdilemmas durch die belgische Atomaufsicht:Rechtswidrige Genehmigung bleibt bestehen, obwohl nach rechtsstaatlichen Grundätzen Rücknahme erforderlich wäre! Was daraus zu folgen hat ist eindeutig!!!

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Pannenreaktor Tihange: Experten aus der ganzen Welt reden Tacheless …

 

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