„Scheinbar ist die OPEC wieder am Werk. Trotz der Öl-Rekordbestände überall, einschließlich der voll beladenen Öltanker auf dem Meer, sind die Ölpreise künstlich zu hoch! Das ist schlecht und nicht akzeptabel“, schrieb US-Präsident Donald Trump am 23. April auf Twitter.  Er, der Präsident „The Donald“ Trump, wollte per Twitter den Markt korrigieren.

Ob Trump twittert oder signiert … meist schadet er den USA selbst …whitehouse-press

Jetzt am Montag, 14. Mai, ordnete „Donald“  an die Einfuhr von Rohöl und Ölprodukten aus dem Iran radikal zu kürzen. „Wir haben genug Öl und Ölprodukte aus anderen Ländern, um solche Käufe unmittelbar im Iran zu kürzen“, erklärte Trump .

Doch die Verhängung von neuen Sanktionen gegen den Iran hat einen auffallenden Nebeneffekt, der von russischen Massenmedien so gut wie übersehen wurde, berichtete jetzt die von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik-news.  Der Umfang des Ölhandels an der Shanghaier Börse ist drastisch gewachsen und entspricht aktuell etwa zwölf Prozent des globalen Ölverbrauchs, wie die Nachrichtenagentur Reuters verwundert berichtete, die den Ölhandelszuwachs ausgerechnet auf die jüngsten Handlungen der Amerikaner zurückführte. Das ist insofern bemerkenswert, weil an der Shanghaier Börse mit Öl für Yuan – und nicht für Dollar – gehandelt wird. Damit sind die Geschäfte dort intransparent für die US-Finanzbehörden. Und dadurch bekommen chinesische Verbraucher (und nicht nur sie) die Möglichkeit, Shanghai als eine Art „schwarze Kiste“ zu nutzen, aus der man iranisches Öl „herausziehen“ könne, ohne Angst vor US-Sanktionen haben zu müssen. Vorerst greifen auf dieses Mittel vor allem chinesische Käufer zurück, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Europäer ihrem Beispiel folgen.

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