Schon lange ein Ziel von internationalen Protesten. Aber jetzt: Warum wird Reaktor 2 in Fessenheim trotz hohem Risiko für die Bevölkerung wieder „hochgefahren“,  fragt der BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein, vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland am Dienstag, 13. März. Der Verband liefert denn auch gleich die Antwort mit:. Jetzt wird um mögliche Entschädigungen gepokert, erklärt BUND-Geschäftsführer Axel Mayer. Für einen dauerhaft abgestellten Reaktor können die Betreiber keine so hohen Entschädigungen fordern, wie für ein „klapprig laufendes“ Atomkraftwerk, ist sich Mayer sicher.

 

Französische AKW Fessenheim direkt an der französisch-deutschen Grenze bei Freiburg... Pokern um Entschädigung...?
Ältestes Französische AKW Fessenheim direkt an der französisch-deutschen Grenze bei Freiburg… Pokern um Entschädigung…?

Im ältesten Atomkraftwerk Frankreichs, in Fessenheim, stand Reaktor 2 wegen massiver technischer Mängel aus Sicherheitsgründen 21 Monate still. Der Hochrisikoreaktor darf jetzt wieder hochgefahren werden. Ein Grund für die Entscheidung ist, laut BUND,  ein Bericht der Firma Framatome, die als Anbieter von Atomtechnik zur EdF-Gruppe gehört. „Leider ist die  ‚Kontrollbehörde‘ ASN nicht neutral“, so der BUND. Die Autorité de sûreté nucléaire (ASN; deutsch Behörde für nukleare Sicherheit) kontrolliert im Auftrag der französischen Regierung die technische Sicherheit von Nuklearanlagen und die Einhaltung des Strahlenschutzes in Frankreich.

Um langfristig höhere Entschädigungen zu bekommen, werde jetzt sehenden Auges dieses Risiko für die Bevölkerung in Kauf genommen. „Für die riskante Wiederinbetriebnahme spricht eigentlich nur die Gier der Betreiber“, so Mayer.

 

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