Der Paukenschlag der AFD am Freitag, 23. März, im Bundestag war nicht mehr zu überhören und hallt  weiter stark nach. Nachdem die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze ihre Regierungserklärung zur Klima- und Umweltpolitik der neuen Gorko- Regierung abgegeben hatte, trat für die neue Oppositionsführerin im Bundestag, die AFD, ihr angeblicher „Umwelt“-Sprecher Karsten Hilse, Abgeordneter aus Sachsen an.

Wir sehen da durchaus klar ...oder auch gar nicht!, angeblicher "Umwelt"-Sprecher der AFD, Karik U+E
Wir sehen da durchaus klar …oder auch gar nicht!, angeblicher “Umwelt”-Sprecher der AFD, Karik U+E

Er schleuderte dem Plenum entgegen, dass sich seine Fraktion in den kommenden Jahren außerhalb des klimapolitischen Konsenses der übrigen Fraktion – und abseits der Auffassung fast sämtlicher mit dem Thema befassten Forscher – positionieren wird. “Vor allen Dingen die Patrioten von ‘Pegida Dresden“, wie sie der Polizeibeamte  zu Beginn seiner Rede grüßte, werden bei seiner Wortwahl aufgehorcht haben. Beim Klimawandel handle es sich um eine „Scheinkrise“, trompetete Hilse  den übrigen staunenden Abgeordneten außerhalb der AFD entgegen.  Für seine Fraktion forderte er unter anderem den Ausstieg aus sämtlichen nationalen und internationalen Verträgen und Gremien. Umweltpolitik a la US-Präsident „The Donald“ Trampel Trump? Hilse setzte noch einen drauf, Trump hätte seine Freude dran gehabt, hätte er zuhören können: Für die AFD forderte Hilse einen Stopp der Förderung von „Pseudowissenschaft“.

Und weiter kündigte der Abgeordnete der Rechten zudem den „Kampf“ gegen die Energiewende an, das Erneuerbare- Energien- Gesetz (EEG) müsse abgeschafft werden. Mit der „Bekämpfung der Feinstaubgrenzwerte“werde seine Fraktion diesen  Kampf  beginnen.  Ziel dieser Grenzwerte  sei ausschließlich die Enteignung von Millionen Autofahrern.

Das Umweltbundesamt (UBA)  hat schon länger zuvor festgestellt nicht nur US-Präsident Trampel Trump glaube an eine Klimalüge. Auch hierzulande sind es dem UBA zufolge vor allem Vertreter mit wirtschaftlichen Interessen, die der Existenz des menschgemachten Klimawandels skeptisch gegenüber stehen. Einer Studie der Universität Hamburg zufolge läge der Anteil der Klimaskeptiker in Deutschland  bei unter zehn Prozent. Allerdings stammten die Befragungen, die der Studie zugrunde lägen, von 2011. Sie seien also weit vor dem Aufstieg der AfD entstanden. Viele Vertreter und Anhänger der Partei sind der Existenz des Klimawandels gegenüber ebenfalls skeptisch eingestellt, heißt es beim UBA.

 

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