“Der … Klimaschutzbericht verdeutlicht, dass die Energiebranche ihre CO2-Minderungsziele fast auf den Punkt erreicht“, versucht VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche für ihren Verband Punkte zu gewinnen.

Katherine Reiche: Andere Sektoren müssen erheblich nachlegen ...
Katherina Reiche: Andere Sektoren müssen erheblich nachlegen …

Und sie verweist fast ein wenig überheblich darauf: „ Andere Sektoren müssen erheblich nachlegen, um ihre jeweiligen Sektorziele zu erreichen.“

Und sie hebt hervor: Erfreulich ist, dass der Bericht die Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als Klimaschutztechnologie bestätigt. Die im Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 vorgegebenen vier Millionen Tonnen CO2 werden, so Reiche selbstsicher,  “geliefert” – trotz erheblicher Unsicherheiten, die sich aus den verschiedenen Gesetzesnovellen der vergangenen Jahre ergaben. Aber mahnt sie „Die Energiebranche benötigt so schnell wie möglich stabile Rahmenbedingungen für den KWK-Ausbau über das Jahr 2022 mit Perspektive auf das Jahr 2030 hinaus. Dies würde zugleich die Entwicklung innovativer Wärmenetze weiter vorantreiben.“

„Dass die Klimaschutzziele für das Jahr 2020 verfehlt werden, ist keine Überraschung mehr“, konstatierte gestern, Mittwoch 13. Juni,  der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) Vor allem in den Sektoren Wärme und Verkehr kommt die Energiewende bisher nur langsam voran. Hier brauchen wir nun klare Impulse, die über das vage Bekenntnis, die Lücke schnell zu schließen, hinausgehen. Gelingen werde dies aber nur, wenn die Bundesregierung zügig notwendige Schritte einleitet, um den Einsatz von Ökostrom in diesen Sektoren attraktiver zu machen. An erster Stelle muss dabei die Reform des Abgaben- und Umlagesystems stehen. Deutschland rangiert hier nach jüngsten Zahlen von Eurostat mit einer Abgaben- und Umlagebelastung auf dem Strompreis von 55 Prozent EU-weit an Platz 2.“

Für die Gas- und Wasserbranche kommentiert DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Gerald

Der Klimabericht belegt, dass die Bundesregierung seit Jahren auf der Stelle tritt...Prof. Dr. Gerald Linke:
Der Klimabericht belegt, dass die Bundesregierung klimapolitisch seit Jahren auf der Stelle tritt…Prof. Dr. Gerald Linke:

Linke:: „Der Bericht dokumentiert, dass Deutschland klimapolitisch seit Jahren auf der Stelle tritt und die Bundesregierung die Klimaziele 2020 mit ihrer bisherigen Politik einer starken Fokussierung auf den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung nicht erreichen kann“,  erklärt  Linke:

Linke attestiert aber der Bundesregierung der Koalitionsvertrag lasse erkennen, dass in der Bundesregierung energiepolitisch ein Umdenken stattgefunden hat. Und dann gibt Linke bekannt was er damit genau meint:  „Der Klimaschutzbeitrag von Erdgas und erneuerbaren Gasen ist ausdrücklich anerkannt worden. Wir sehen, dass das Bundeswirtschaftsministerium programmatisch nicht mehr auf eine ‚all electric world‘ verengt ist, sondern weitere transformative Pfade einschließt. Wir wollen im Wettbewerb zeigen, dass innovative Gastechnologien und grüne Gase mit den geringsten CO2-Vermeidungskosten die höchste CO2-Effizienz erzielen können.“

 

 

 

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