Fast alle Bundesländer haben ihre Ökostromerzeugung seit 2011 und damit seit dem Jahr des Reaktorunfalls von Fukushima im Jahr 2011 deutlich ausgebaut. Das belegen neue Daten der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), die in einem aktualisierten Hintergrundpapier zum Stromsektor in den Bundesländern zusammengefasst sind.

Erneuerbaren sehr beeindruckend ......; Philipp Vohrer
Ausbau der Erneuerbaren sehr beeindruckend ……; Philipp Vohrer

Danach haben das Saarland und auch Schleswig-Holstein  am stärksten zugelegt und  mit einem Wachstum um 141 bzw 131 Prozent den im Land produzierten Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Co. in nur fünf Jahren deutlich mehr als verdoppelt.

Die nun für alle Bundesländer verfügbaren Statistiken des Jahres 2016 zeigen deutschlandweit erneut ein Wachstum der Erneuerbaren- Stromerzeugung – auch wenn dieses bedingt durch ein schwaches Windjahr nur minimal (+ 0,87 Mrd. Kilowattstunden) und damit deutlich geringer als im Vorjahr (+26,3 Mrd. kWh) ausfiel. Da die Windenergie die Ökostromerzeugung vieler Bundesländer prägt, kam es in den Regionen zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen: Vor allem in den östlichen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen, wo die Windenergie jeweils den größten Beitrag zum Erneuerbaren- Anteil der Stromerzeugung liefert, kam es zu einem leichten Rückgang der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen.

Auch in Niedersachsen und Schleswig Holstein machte sich das schwache Windjahr bemerkbar, wenngleich es dort durch einen starken Zubau von Windenergieanlagen kompensiert wurde. So konnte die produzierte Ökostrommenge stabil gehalten (Niedersachsen) bzw. noch deutlich ausgebaut werden  (Schleswig-Holstein).

Im Süden, wo die Windenergie weniger prägend ist, gab es dennoch gerade durch den Ausbau dieser Technologie ein weiteres Wachstum des erneuerbaren Stroms.

Spitzenreiter ist hier das Saarland, das allein von 2015 auf 2016 über 30 Prozent mehr

Windenergie prägt die Ökostrom-Erzeugung in den Ländern
Windenergie prägt die Ökostrom-Erzeugung in den Ländern …, Bild U+ E

Ökostromerzeugung verzeichnet. Hinsichtlich der mehrjährigen Entwicklung ist in fast allen Bundesländern (bis auf Berlin) ein deutliches Wachstum der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien zu messen, gegenüber 2011 liegt selbst geringste Erzeugungssteigerung (in Hamburg) bei rund 20 Prozent, Spitzenreiter ist wiederum das Saarland mit einem Plus von 141 Prozent vor Schleswig-Holstein mit 131 Prozent mehr Ökostrom in dem Zeitraum 2011-2016.

„Der Ausbau Erneuerbarer Energien im Stromsektor ist sehr beeindruckend, wie nicht nur die gesamtdeutschen Zahlen immer wieder zeigen, sondern wie sich auch beim Blick in die Bundesländer bestätigt“, erläutert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Für das Erreichen der Energie- und Klimaziele und die dafür notwendige Systemtransformation braucht es allerdings weiterhin einen dynamischen Zubau – und zwar über alle Technologien und Regionen hinweg. Dies trägt auch zur Stabilität eines regenerativen Versorgungssystems bei, da sich etwa Wind- und Solarenergie hervorragend gegenseitig ergänzen und bei ihrem deutschlandweiten Ausbau die Energieerzeugung überregional ausgeglichen werden kann.“

 

 

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