Die Stadt  erhält Bonn als eine von fünf Modellkommunen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 bis 2020“ 37,25 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Umwelt- und Energie-Report hatte gestern erst, Montag 02. Juli, über das gesamte Zuschusspaket der Bundesregierung für die Modellstädte berichtet.(s. unten)

...als Modellstadt für eine bessere Luft; hier präsentiert Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth ein Plakat zur Weltklimakonferenz die auch in Bonn stattfand ...
…als Modellstadt für eine bessere Luft; hier präsentiert Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth ein Plakat zur Weltklimakonferenz die auch in Bonn stattfand …

Erklärtes Ziel des Programms ist es, die Stickstoffdioxidbelastung der Luft in fünf Beispielstädten zu verringern und damit Vorbilder für andere Kommunen zu geben. Bonn hatte zunächst eine Vorschlagsliste mit rund 60 denkbaren Maßnahmen zur Luftverbesserung vorgelegt und dieses Bündel dann im April auf zehn Vorschläge zusammengeschnürt. In dieser Liste wird mutmaßlich nun auch die Antwort auf die Frage liegen, wie der Millionenbetrag aus Berlin in der Bundesstadt konkret verwendet werden soll. Am vergangenen Freitag waren  der Bonner Stadtbaurat Helmut Wiesner und Anja Wenmakers, Geschäftsführerin der SWB Bus und Bahn, zu einem Abstimmungsgespräch im Bundesumweltministerium (BMUB) in Berlin erschienen.

Danach konstatierte Wiesner: „Wir haben die Chance, dass einige unserer Vorschläge tatsächlich realisiert werden können.“ Die Stadt werde die Projekte nun bis Mitte Juli konkreter ausarbeiten und dem Umweltministerium vorlegen.

Bei einem Termin im Juli sollen die Maßnahmen dann offiziell vorgestellt werden. Die Stadt setzt ganz offensichtlich auf drei Handlungsfelder: Tarife, Taktverdichtungen bei Bussen und Bahnen und das betriebliche Mobilitätsmanagement. Denkbar bleiben also zunächst sogenannte „Oder-Angebote“, wenn noch nichts klar ist, aber „sicher“ spekuliert werden kann: Also: günstigere (oder kostenlose) Angebote für Senioren oder am Wochenende oder das „Klimaticket“ für 365 Euro im Jahr sowie dichtere Fahrplantakte für verschiedene Regionalbahnen und  Stadtbahnen und zahlreicher Linienbusse. Diese Maßnahmen gehörten zuletzt zu den verbliebenen zehn Vorschlägen der Stadt Bonn.

Da das   BMU eine Förderung von durchschnittlich 95 Prozent der Projekte in Aussicht gestellt hat  müsste  in diesem Fall die Stadt Bonn einen Eigenanteil von knapp über zwei Millionen Euro übernehmen. Insgesamt fördert der Bund die fünf Modellstädte mit 130 Millionen Euro – aufgeteilt auf die Haushaltsjahre bis 2021. In Berlin erhofft man sich Erkenntnisse darüber, wie effizient die Vorhaben in den fünf Modellkommunen ausfallen. Deshalb sollen  sie „wissenschaftlich begleitet und evaluiert“  werden. Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: 130 Mio für Modellstädte zur Luftverbesserung 

 

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