Der durchschnittlich Zuschlagswert der Ausschreibungsrunde für Windenergieprojekte, deren Ergebnisse die Bundesnetzagentur Ende vergangener Woche bekannt gegeben hatte, liegt bei 6,16 Cent/kWh. Das gab auch der Bundesverband Windenergie (BWE) zeitgleich bekannt. (Wir berichten, s. unten) Hinsichtlich der regionalen Verteilung der Zuschläge steht  Brandenburg (23 Zuschläge) an der Spitze, gefolgt von Schleswig-Holstein (16 Zuschläge) und Nordrhein-Westfalen (12 Zuschläge).

Brandenburg an der Spitze …; Bild U + E

Der Süden Deutschlands schnitt in der 3. Ausschreibungsrunde 2018 mit 6 Zuschlägen für Baden-Württemberg, 3 Zuschlägen für Bayern, besser ab als in den vorhergegangen Runden. Insgesamt gingen 23 Prozent der Zuschläge südlich der sog. „Mainlinie“. Damit die verbrauchsstarken südlichen Bundesländer noch stärker am Zubau teilhaben können, sind vor allem flankierende Signale aus den Landesparlamenten gefragt, stellte der BWE in einem Kommentar dazu fest. Und bilanzierte zugleich: „Ohne die Bereitschaft neue Flächen auszuweisen, wird der deutschlandweite der Windenergie nicht vorankommen.“

„Der Klimawandel ist in den letzten Wochen für jeden erfahrbar geworden. Jetzt gilt es zu Handeln“, forderte BWE-Präsident Hermann Albers.  Der Bund sei gefordert einen überprüfbaren Ausbaupfad, „ …mit welchem sich das im Koalitionsvertrag fixierte 65-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien an der Stromerzeugung bis 2030 erreichen lässt, gesetzlich zu definieren.“  Zugleich stellte Albers aber auch fest: „ Parallel sind die Länder aufgefordert, die ins Stocken geratene Bereitstellung von 2 Prozent der Landesfläche für Wind an Land zu beschleunigen.“ Zusätzlich müsse die Genehmigungspraxis neu belebt werden. All dies wird dazu beitragen, die Pipeline an bezuschlagbaren Projekten zügig aufzufüllen und politische Ziele erreichbar zu machen“, bilanzierte der BWE-Präsident.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht von heute: In der Windenergiebranche herrscht erhebliche Unsicherheit

 

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