Noch mal zurück zu Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und seinem Aktionsplan Strom über den wir bereits in der vergangenen Woche berichtet haben.(s. unten) Auch der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) reagierte auf Altmaiers neue Vorstellungen:

Gute Vorschläge ...! Simone Peter: BEE-Präsidentin, zuvor Grünen-Vorsitzende
Gute Vorschläge …! Simone Peter: BEE-Präsidentin, zuvor Grünen-Vorsitzende

„Der … veröffentlichte Aktionsplan Stromnetz beinhaltet gute Vorschläge, die aber auch zeitnah umgesetzt werden sollten“, urteilte Simone Peter, Präsidentin des BEE, gleich nach Bekanntwerden des Plans in der vergangenen Woche. „Er betont die Notwendigkeit von technischen Optimierungen und einer besseren Auslastung der Netze, wie sie die Erneuerbare-Energien-Verbände seit vielen Jahren fordern.“

So schlägt der Aktionsplan Stromnetz zum Beispiel das Echtzeit-Monitoring, die Nutzung von Hochtemperatur-Leiterseilen oder die intelligentere Steuerung von Leistungsflüssen sowie auch eine bessere Koordination der Beteiligten inklusive konkreter Zielvereinbarungen mit klaren Verantwortlichkeiten vor. „Das ist längst überfällig und somit ausdrücklich zu begrüßen“, konstatiert Peter. Mit dem Aktionsplan Stromnetz würden wichtige Grundlagen für die weitere erfolgreiche Energiewende definiert. „Genauso wichtig ist es nun, dass entsprechende Aktionsprogramme für Speicher sowie zuschaltbare Lasten und damit verbunden Vorschläge zur

Urheber des Aktionsplans Strom, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Umspannwerk Sechtem
Urheber des Aktionsplans Strom, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Umspannwerk Sechtem , bild U + E

Sektorenkopplung folgen.”

Der BEE vermisst allerdings Vorschläge zur Reduktion der konventionellen Mindesterzeugung. „Strom aus inflexiblen, konventionellen Kraftwerken, insbesondere Kohlekraftwerken, darf nicht länger die Netze verstopfen. Ein schneller Kohleausstieg hilft, die Netze spürbar zu entlasten“, weist die BEE-Präsidentin auf wichtige Schwachstellen hin. Darüber hinaus bedürfe es weiterer Anreize für die Flexibilisierung der Bioenergie. Peter forderte schlußendlich in ihrem Plädoyer aber auch: „Der Aktionsplan Stromnetz sollte jetzt schnell umgesetzt und durch einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien begleitet werden.“

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Szenen von einer Reise zum Strom

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