Die KRONE Nutzfahrzeug Gruppe hat sich mit Unterstützung der Deutschen Energie Agentur (dena) dafür entschieden, Korrosionsschutz und Farbe für Nutzfahrzeuge in einem energieeffizienten Prozess aufzutragen. Am 22. August 2018 wurde im emsländischen Werlte ihr neues Oberflächenzentrum (OFZ) mit energiesparender Abwärmetechnik eröffnet.

Farbe und Korrosionsschutz energiesparend auftragen ..., Bild U+ E
Farbe und Korrosionsschutz energiesparend auftragen …, Bild U+ E

Das OFZ gehört zu den Leuchttürmen für energieeffiziente Abwärmenutzung, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) begleitet werden. Das Projekt zeigt für die Fahrzeugbranche, dass Abwärme aus industriellen Prozessen neu gedacht und als Energiequelle verstanden werden kann, schildert die dena das Projekt.

Die neue Anlage führt zu einer Brennstoffeinsparung von fast 40 Prozent und zu einer Senkung der CO2-Emissionen von 30 Prozent, berichtet die dena Insgesamt sinkt damit der jährliche Endenergieverbrauch um 12 Gigawattstunden (GWh) – so viel wie 600 Vier-Personen-Haushalte im Jahresdurchschnitt verbrauchen. Die Investitionen von rund 35 Millionen Euro wurden durch das KfW-Energie-Effizienzprogramm Abwärme (294) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und tragen letztlich auch zur Standortsicherung in Werlte bei.

Im Ergebnis setzen die realisierten Maßnahmen vor allem bei der Vermeidung der Abwärme an. Aber auch die nicht vermeidbare Abwärme wird zu großen Teilen zurückgewonnen und im Prozess oder im Betrieb wiederverwendet.

Wie hoch die Potenziale sind, zeigen die Berechnungen der dena: Deutschlandweit könnten Unternehmen pro Jahr bis zu 37 Millionen Tonnen CO2 und rund fünf Milliarden Euro Energiekosten einsparen, wenn Abwärme konsequent genutzt würde. 2017 wurden 13 Industrieprojekte zu Leuchttürmen für energieeffiziente Abwärmenutzung erklärt. Alle erschließen ihr Abwärmepotenzial durch einen besonders innovativen oder wirtschaftlichen Technologieeinsatz und dienen anderen Unternehmen dadurch als Vorbild. Gemeinsam haben die ausgewählten Leuchtturmprojekte das Potenzial, jährlich über 100.000 Tonnen CO2 einzusparen.

 

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