Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) sieht sich nicht mehr als reiner Energieanbieter. Sie will ab jetzt  Lösungen anbieten, „…die den Alltag unserer Kunden einfacher machen“, erklärte evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz gestern Montag, 17. September ,  im Rahmen der Jahres-Pressekonferenz. Dabei stellte er die neue Strategie des kommunalen Unternehmens vor, das sich damit auf die starken Veränderungen im Energiebereich einstellen will.

Wir können uns noch weitere Dienstleistungen vorstellen  ...;Josef Rönz, bild evm
Wir können uns noch weitere Dienstleistungen vorstellen …;Josef Rönz, bild evm

Um ein Beispiel zu zeigen wie solche ganzheitlichen Lösungen aussehen können, verwies Rönz   auf das Rheinquartier Lahnstein. Hier versorgt das Unternehmen  zukünftig 350 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Fernwärme aus einem effizienten Blockheizkraftwerk. Folge für die einzelnen  Hausbesitzer: Sie sparen Platz für Heizkessel. Die Wärme kommt per Leitung direkt ins Haus.

Darüber hinaus bietet die evm innovative Straßenbeleuchtung mit WLAN und dimmbaren LEDs, die bedarfsorientiert gesteuert werden können. Zusammen mit ihrer Tochter KEVAG Telekom errichtet sie leistungsstarkes Glasfaserkabel mit Quartiers-WLAN. „Zukünftig können wir uns in diese Richtung noch viele weitere Dienstleistungen vorstellen“, so Josef Rönz. Von der Solaranlage auf dem Dach über den Energiespeicher im Keller bis zur Ladebox für Elektroautos bietet die evm schon heute ein breites Leistungsspektrum. Rönz: will in Zukunft hier noch weiter denken: „Wir wollen ganzheitliche Lösungen anbieten und so zur Nachhaltigkeit in der Region beitragen.“ Knapp 1300 Mitarbeiter beschäftigt die evm-Gruppe.

Seit 2014 versorgt das Unternehmen seine Privatkunden ausschließlich mit Ökostrom aus erneuerbaren Quellen. Allein dadurch konnten, nach Darstellung des Unternehmens,  im vergangenen Jahr 303.000 Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart werden. Ökostrom produziert die evm auch selbst in ihren Wind- und Solarparks, in ihrer Biogasanlage und in ihrem Wasserkraftwerk: Rund 65 Millionen Kilowattstunden grüner Strom sind so 2017 entstanden. Seit 2015 ist die Eigenproduktion von Ökostrom damit um 35 Prozent erhöht worden. „Nach der Erweiterung unseres Windparks in Höhn,

evm-Fest im Windpark Höhn
evm-Fest im Windpark Höhn

die wir vor kurzem mit Anwohnern und Besuchern feiern konnten, rechnen wir damit, dass die Zahl für 2018 noch weiter ansteigen wird“, erläuterte  evm-Vertriebsvorstand Bernd Wieczorek.

Wichtig für eine erfolgreiche Energiewende sei aber nicht nur der Umstieg auf Ökostrom. „Die Wärmewende spielt einen entscheidenden Faktor, der leider oft unterschätzt wird. Erdgas spielt hierbei eine Schlüsselrolle“, so Josef Rönz.

 

 

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