„Die Eskalationsstrategie von RWE und NRW-Landesregierung ist unerträglich“… wetterte Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der LINKEN aus NRW und Umweltexperte seiner Fraktion vor Tagen  darüber, dass der RWE-Konzern gemeinsam mit der Polizei eine größere Räumungsaktion im Hambacher Forst durchgeführt hat.

Mutwillig greifen sie die Klimaaktivisten- und innen an...... Hubertus Zdebel:
Mutwillig greifen sie die Klimaaktivisten- und … innen an……; Hubertus Zdebel:

„Mutwillig riskieren sie in einer ohnehin angespannten Lage die Konfrontation und greifen die Klimaaktivist*innen und ihre Infrastruktur an“, stellte Zdebel fest.

Wie tief der Braunkohlentagebau ins Alltagsleben der Menschen eingreift und immer wieder eingegriffen hat macht auch folgendes Datum sehr deutlich: „Ab heute rollt wieder der Verkehr auf der A 44 zwischen dem Autobahndreieck Jackerath und dem Autobahnkreuz Holz“, berichtete das Bundesverkehrsministerium am 29. August.  Was war geschehen? Die Antwort gab  Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister: „Wo Braunkohle gewonnen wird, muss in besonderen Fällen das Autobahnnetz neu geordnet, verstärkt oder verlegt werden“,  erklärte er bei Übergabe der  wiederhergestellten Autobahn an den Verkehr.

" Wo Braunkohle gewonnen wird ...; Enak ferlemann
” Wo Braunkohle gewonnen wird …; Enak Ferlemann

Zwölf Jahre lang hatte der RWE-Braunkohle-Tagebau Garzweiler die rund 8 Kilometer lange Strecke unterbrochen. Nun wurde sie als sechsspuriger Neubau wiederhergestellt.

Die A 44 zwischen Jackerath und Holz musste 2006 den Braunkohlebaggern weichen. Der Verkehr wurde daraufhin über die etwa parallel verlaufende A 61 umgeleitet. Das ändert sich nun: In wenigen Tagen, ab dem 15. September wird die A 61 zwischen den Anschlussstellen Wanlo und Jackerath tagebaulich in Anspruch genommen. Als Umleitungsstrecke werden künftig die A 44n sowie die A 46 genutzt, die dafür zwischen dem Autobahndreieck Wanlo und dem Autobahnkreuz Holz auf sechs Spuren erweitert wurde.

Der Ausbau der Umleitungsstrecken kostet insgesamt rund 125,4 Millionen Euro.
Die RWE Power AG übernimmt als Vorhabensträger rund 120 Millionen Euro, der Bund investiert 5,8 Millionen Euro.

 

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