Für alle Neufahrzeuge gelten ab dem vergangenen Samstag, 01. September, neue Emissionstests,  bevor sie in Europa in Verkehr gebracht werden können. Darauf hat die EU-Kommission am vergangenen Freitag, 31. August noch mal deutlich hingewiesen.

Wir haben die Spielregeln grundlegend geändert ...;EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska.
Wir haben die Spielregeln grundlegend geändert …;EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska.

Die Tests sind seit September 2017 für neue Automodelle vorgeschrieben und werden nun auf alle neuen Fahrzeuge ausgeweitet. „Seit der Aufdeckung des Abgas-Skandals vor drei Jahren haben wir die Spielregeln grundlegend geändert. Die Maßnahmen, die ich veranlasst habe – darunter auch neue Emissions-Tests – erlauben eine bessere Kontrolle des Systems“, so EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska. Die Kommissarin weist aber auch ganz deutlich darauf hin, das noch viel zu tun bleibt.: „Ich denke dabei insbesondere an die laufenden Untersuchungen auf nationaler Ebene, den nach wie vor nicht abgeschlossenen Rückrufprozess für nicht konforme Fahrzeuge und die Anwendung der neuen Bestimmungen über die Typgenehmigung von Fahrzeugen.“

Die neuen Emissionstests (Emissionsmessung im praktischen Fahrbetrieb – „Real Driving Emissions“, RDE), aber auch verbesserte Laboruntersuchungen (nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge – „World Harmonised Light Vehicle Test Procedure“, WLTP) sollen  für zuverlässigere Ergebnisse sorgen und so helfen, das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit neuer Fahrzeuge wiederherzustellen.

Das WLTP wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) entwickelt. Es ersetzt den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFC), der , laut Eingeständnis der EU, die heutigen Fahrbedingungen und Fahrzeugtechnologien nicht mehr angemessen widerspiegelt. Das WLTP wird ,nach Darstellung der Kommission, zum Nutzen der Verbraucher und der Regulierungsstellen sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene CO2– und Kraftstoffverbrauchswerte liefern, die repräsentativer für die tatsächlichen Fahrbedingungen sind. Dies, so ist die Kommission sicher,  wird einen stärkeren Anreiz zum Einsatz von kraftstoffeffizienten und kohlenstoffarmen Technologien liefern.

Luftverschmutzende Emissionen verursachen in der EU jedes Jahr 400.000 vorzeitige Todesfälle und führen zu Atemwegserkrankungen und erheblichen Gesundheitskosten. Der Stadtverkehr ist mitverantwortlich für die übermäßige Belastung der Luft in zahlreichen städtischen Gegenden

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