Einerseits regt sich US-Präsident Donald Trump über die steigenden Ölpreise auf. Andererseits sorgt er mit seinen Sanktionen gegen den Iran selbst dafür, dass die Preise weiter klettern. Die übrigen Ölstaaten können den Fehlbedarf nicht problemlos ausgleichen.

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“The Donald” twittert sich um Kopf und Kragen und Mohammed bin Salman, stellvertretender Kronprinz und Verteidigungsminister, Saudi-Arabiens,  kann Trump nicht aus der Patsche helfen …

Nun , so berichtet die von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik-news, weigere sich auch Saudi-Arabien, Trumps Forderung nach der Ausweitung der Ölförderung nachzukommen. Der Preis für einen Barrel Rohöl steigt auf über 80 Dollar. Russische Produzenten verdienen, in inländischer Währung gerechnet, so viel wie noch nie, lässt Russland ,Trumps „Lieblingsstaat“, seit gestern Dienstag, 25. September, über Sputnik verbreiten

Trump polterte über Twitter, notierte auch Moskau, angesichts eines kürzlichen Treffens der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Russlands in Algier: „Der Benzinpreis klettert nach oben und ‚das OPEC-Monopol‘ tut zu wenig dagegen.“ „Senkt die Preise sofort“, forderte da der US-Präsident.

Theoretisch wäre eine Preissenkung möglich, würden die OPEC-Länder die Rohölförderung unverzüglich ausweiten. Doch dies haben die Teilnehmerstaaten der sog. OPEC+ bei ihrem Treffen in Algier ausgeschlossen. „Ich werde die Preise nicht beeinflussen“, sagte der saudi-arabische Energieminister Chalid al-Falih am vergangenen Sonntag, 23. September.

Auf diese Nachricht sprangen die Ölmärkte sofort an: Der Preis für einen Barrel der Marke „Brent“ stieg um 2,4 Prozent auf den höchsten Stand seit November 2014, nämlich auf 80,62 US-Dollar. Das Öl der Sorte „WTI“ kostet 72,16 Dollar – ein Anstieg um 1,9 Prozent und ein Höchstwert der letzten

zweieinhalb Monate.

„Die Marktkonjunktur ist gegenwärtig stabil und ausgeglichen, deshalb sieht die OPEC+ keine

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 Wladimir Putin kann sich beim Telefonat mit Trump dafür bekanken, dass “The Donald” ihm hohe Ölpreise und damit hohe Staatseinnahmen beschert. So arbeitet man auch zusammen. Der eine hilft dem anderen, nicht nur bei der Wahl

Notwendigkeit, die Produktion zu steigern“, sagt Wadim Merkulow, Chefanalyst beim Vermögensverwalter „Freedom Finance“.

Er betont: „Gegen die Ausweitung der Ölförderung haben mehrere Länder gestimmt, darunter auch Venezuela, Nigeria und der Iran.“ Diese Staaten seien in einer wirtschaftlich und politisch schwierigen Lage, der hohe Ölpreis sei die einzige Möglichkeit, die Auswirkungen der Krise die Schärfe zu nehmen.

Die russischen Ölexporteure sind jedenfalls jetzt schon in einer sehr guten Position, berichtet Sputnik,  kostet doch ein Barrel Öl umgerechnet 5.300 Rubel – ein Rekordwert für die russische Wirtschaft. Damit sind die Ölproduzenten in Russland in der Lage, in die Erschließung neuer und in die technische Ausstattung bestehender Lagerstätten zu investieren.

Im Grunde könnte nicht nur Saudi-Arabien, sondern auch Russland und die USA das Angebotsdefizit auf dem Ölmarkt ausgleichen. Dies ist aber nur theoretisch möglich.

Denn Russland könnte seine Förderung nur durch die Erschließung schwerzugänglicher Lagerstätten ausweiten. „Dafür werden jedoch Investitionen und Technologien benötigt, die infolge der westlichen Sanktionen kaum zugänglich sind“, sagt der Unternehmensberater Scharski.

Und die Vereinigten Staaten exportieren jetzt schon am Rande ihrer Möglichkeiten: Nur zwei Millionen Barrel Rohöl verkaufen die USA täglich ins Ausland, also so viel wie der Iran vor den Sanktionen. Und dies obwohl die Vereinigten Staaten die Ölförderung im August erst auf elf Millionen Barrel pro Tag ausgeweitet haben.

Die Möglichkeit, eine weitere Million Barrel in den Markt zu pumpen, hätten insofern nur die Saudis. Diese Möglichkeit nutzen sie aber nicht. Der Grund: Trotz der enormen Investitionen in die Diversifizierung der Wirtschaft bleibt Saudi-Arabien ein vom Ölexport abhängiges Land. Damit der saudi-arabische Staatshaushalt ausgeglichen bleibt, darf der Ölpreis nicht unter 70 Dollar je Barrel fallen. Anderenfalls wird das Land, das sich an den üppigen Lebensstil gewöhnt hat, seine Notreserven verbrauchen müssen, wie in den Jahren 2015-2016.

 

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