Die Windenergiebranche möchte ihren Beitrag zur Energiewende weiter leisten, trotz anhaltender widersprüchlicher politischer Signale, hatte der Bundesverband Windenergie (BWE) noch Mitte August verkündet. (Wir haben berichtet, s. unten.) Um deutlich zu machen, dass er dazu steht, präsentiert sich der Verband vom Dienstag 25. bis Freitag,  28. September auf  der internationalen Leitmesse der Windenergie in Hamburg als das Kompetenzzentrum der Branche in Deutschland.

In der Windindustrie herrscht erhebliche Unsicherheit …

 Zuvor hatte der BWE gemahnt , der Fadenriss beim Zubau für 2019 „…ist kaum noch aufzuhalten“, so BWE- Präsident Hermann Albers. Für 2020 könne nur noch  durch rasches politisches Handeln Schlimmeres verhindert werden. „Die Lage ist sehr ernst“, konstatierte Albers, weiter wie wir in unserem Bericht vom 22. August unter der Titelüberschrift: In der Windenergiebranche herrscht erhebliche Unsicherheit , berichtet haben

Auf der Leitmesse WindEnergy Hamburg will der Verband nun vor allem sein weites Spektrum an gebündeltem Wissen präsentieren. Als  Highlight seines diesjährigen Messeauftritt bezeichnet der BWE das Format „Frag einen Experten“ . Das soll interessierten Messebesuchern die Möglichkeit  bieten sich zu einem speziellen Thema direkt vor Ort mit einem Experten auszutauschen. „Mit den Expertengesprächen positionieren wir uns als der kompetente Fachverband für die starke Windbranche. Fachliche Expertise ist eines der Fundamente, um vor Ort erfolgreich Projekte umzusetzen. Gerade in den aktuell sehr herausfordernden Zeiten stehen wir unseren Mitgliedern proaktiv zur Seite und unterstützen deren tägliche Arbeit für die Energiewende“ ist BWE-Präsident Hermann Albers, überzeugt.

Im BWE ist die Branche quer über die gesamte Wertschöpfungskette vertreten: Mit Speichertechnologien, dem Stromhandel, als Netzbetreiber und Energieversorger oder in der

...verkündet lächelnd die Bedrohungen  ..?!Hermann Albers
…verkündet lächelnd die Bedrohungen ..?!Hermann Albers

Digitalwirtschaft.
Die Windenergie – Branche mit ihren immerhin 162.000 Beschäftigten steht, wie beschrieben,  in Deutschland vor großen Herausforderungen. Die Ausbaulinie fällt weit hinter die Zahlen der letzten Jahre zurück. Dies setzt die Branche einem enormen Stresstest aus. Hinzu kommt ab 2021 fallen viele Wind-Anlagen aus der Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) heraus, weil der Förderzeitraum von 20 Jahren abgelaufen ist. Ein Weiterbetrieb ohne die EEG-Einspeisevergütungen könnte in vielen Fällen angesichts der steigenden Instandhaltungskosten für ältere Anlagen wirtschaftlich uninteressant sein, hatte kürzlich bereits das Handelsblatt berichtet.  Allein 2021 könnten demnach dann bis zu 4400 Megawatt (MW) installierter Windkraft-Leistung wegbrechen. Wenn es so käme, würde es möglicherweise zu einem von Jahr zu Jahr sinkenden Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung kommen, raunt man in der Branche.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht:In der Windenergiebranche herrscht erhebliche Unsicherheit

und auch: Windindustrie wirft Altmaier Kurzatmigkeit und fehlende Vision vor

 

 

 

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