Endlich ist bei der ständigen Überschreitung der Luftverschmutzungsgrenzen in Deutschland der Durchbruch  zumindest im Verkehrswesen gelungen. Es war ja auch nur eine Frage der Zeit bis das, trotz aller bekannter Widerstände des Bundesverkehrsministers, Andreas Scheuer,  geschafft würde. Alle gehen mehr zu Fuß, ist der Vorschlag der Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger. Kein Fake, es ist Fakt!!!

Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität.“....; Maria Krautzberger
“Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität.“….; Maria Krautzberger

Das UBA will den Fußverkehr weiter stärken und hat nun Grundzüge für eine bundesweite Fußverkehrsstrategie vorgestellt. Über ein Fünftel aller Wege werden in Deutschland ausschließlich zu Fuß zurückgelegt. Zu Fuß gehen ist emissionsfrei, leise und braucht wenig Platz. Die Ziele sind: Mehr Menschen legen mehr Wege zu Fuß zurück, der Fußverkehr wird sicherer und barrierefrei, das Thema wird mit festen Zuständigkeiten in Verwaltungen von Bund, Ländern sowie Kommunen verankert und die Aufenthaltsqualität für zu Fuß-Gehende steigt.

„Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik“, konstatiert UBA-Präsidentin Maria Krautzberger und verweist zugleich darauf: „Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität.“ Aber die Präsidentin stellt nicht nur altbekannte Tatsachen noch mal fest und in den Raum. Sie hat auch Lösungen parat: „ Unser Konzept zeigt, wie wir den Fußverkehr stärken können – für mehr Umweltschutz und lebenswertere Städte. Wir brauchen eine bundesweite Strategie zum Fußverkehr, wie es sie bereits in mehreren europäischen Ländern gibt.“

Wem ist das nicht schon zig mal aufgefallen: Wer läuft, hat in Deutschland oft unter Abgasen, Lärm und Enge zu leiden! Und dann kommt allerdings der Hinweis, der stimmt allerdings nach allem was zuvor gesagt und festgestellt wurde, doch wiederum nachdenklich :  Wer zu Fuß geht  ist auch stark unfallgefährdet: Mehr als ein Drittel (36 Prozent)  der Verkehrstoten innerorts waren zu Fuß unterwegs,  so das UBA in einer Veröffentlichung dazu.

Andererseits heißt es da wieder: Zudem ist das Potenzial des Fußverkehrs längst noch nicht

Lachen Sie doch nicht! „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik“, Andreas Scheuer umlagert von der Presse ..., bild Sandra Steins
Lachen Sie doch nicht! „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik“, Andreas Scheuer umlagert von der Presse …, bild Sandra Steins

ausgeschöpft Und dann kommt einem unwillkürlich der Gedanke:  Sollen es mit dem UBA-Konzept denn jetzt noch Tote mehr werden?

Das Amt verweist dann darauf: Ein Fünftel aller Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden, ist kürzer als zwei Kilometer. Die meisten dieser Wege könnten problemlos zu Fuß zurückgelegt werden.

Um zu Fuß gehen attraktiver zu machen, hat das UBA nun verschiedene Vorschläge entwickelt: beispielsweise die Verankerung der fußläufigen Erreichbarkeit im Planungsrecht, die Einführung der Regelgeschwindigkeit Tempo 30 innerorts, Erhöhung der Bußgelder für fußgängerfeindliches Verhalten oder die Festlegung baulicher Mindeststandards für Fußwege oder Ampelschaltungsphasen, bei denen die Zu-Fuß-Gehenden nicht das Nachsehen haben. Forschungsprogramme und Förderinstrumente der Bundesressorts Verkehr, Bau, Umwelt, Gesundheit, Bildung und Forschung sollten gezielt mehr Projekte zum Ausbau und zur Förderung des Fußverkehrs aufnehmen. Der Fußverkehr ist ein Querschnittsthema und interministerielle Aufgabe vieler Ressorts.

Eine bundesweite Fußverkehrsstrategie könnte deutlich machen: Qualitäten liegen nicht nur in der Fortbewegung selbst, sondern zusätzlich im Aufenthalt und sozialen Miteinander.

 

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