Anlässlich der  Klimakonferenz im polnischen Kattowitz widmet sich auch das Bundesumweltministerium auch der Lage in den europäischen Kohleregionen. In Kattowitz wurde zum Beispiel  vom WWF Polen zur Region Schlesien vorgestellt.

In Europa gibt es rund 40 Kohleregionen ...und nun? "cop: Bonner Energie-Report" ein Blick in die Vergangenheit ...!
In Europa gibt es rund 40 Kohleregionen …und nun? “cop: Bonner Energie-Report” ein Blick in die Vergangenheit …!

„In Europa gibt es rund 40 Kohleregionen“, konstatierte Bundesumweltministerin Svenja Schulze  dazu gestern, Mittwoch 12. Dezember.  Viele von ihnen, so die Ministerin,  stünden  vor ähnlichen Herausforderungen und Fragen:. Zum Beispiel: Welche neuen zukunftsfesten Klima-Jobs passen zu den Kompetenzen der Regionen?

Über die “Europäische Klimaschutzinitiative” (EUKI) fördert das Bundesumweltministerium(BMUB)  zum Beispiel den Austausch zwischen verschiedenen Kohleregionen in Europa. So sollen  Netzwerke zu sozial gerechten Übergangsstrategien aufgebaut werden.

“Die ökologische und die soziale Frage gehören zusammen“, befand  Svenja Schulze noch mal und bestätigte darum sei das Konzept der Just Transition, des sozial gerechten Übergangs, für die internationale Klimapolitik so wichtig.

„Unser Anspruch ist, dass wir nicht nur sagen, wie wir uns von den fossilen Energien verabschieden, sondern auch, was stattdessen kommt“, erklärte Schulze.  Zuvor aber gibt es fragen: Welche neuen zukunftsfesten Klima-Jobs passen zu den Kompetenzen der Regionen? Wie können soziale Härten vermieden werden? Und wie können die Nationalstaaten oder die EU helfen?  „Unser Ziel sind sozial gerechte Übergangsstrategien, die die Regionen zukunftsfest machen und das Klima schützen” ,

Kohlediskussion bei der Klimakonferenz: Ziel sind gerechts Übergangsstrategien... Bild Umwelt-Energie-Report
Kohlediskussion bei der Klimakonferenz: Ziel sind gerechts Übergangsstrategien… Bild Umwelt-Energie-Report

formulierte die Ministerin die weitere Absicht der Beteiligten.

Ein mit 660.000 Euro gefördertes Projekt des WWF organisiert seit 2017 den Dialog zwischen Kohleregionen aus Bulgarien, Polen und Griechenland mit Deutschland und der EU-Kommission. Mit dabei sind unter anderem Vertreter von lokalen Behörden, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen. Zum Projekt gehörten bislang Workshops, Gespräche mit der EU-Kommission, Besuche im Ruhrgebiet und Westmazedonien sowie die Initiierung eines Bürgermeister-Forums betroffener Kohleregionen. Im Frühjahr 2019 soll das zweite Treffen des Bürgermeister-Forums auf Einladung des Bürgermeisters von Weißwasser in der Lausitz stattfinden.

Ein wirtschaftswissenschaftliches Institut (WISE) hat zudem im Auftrag des WWF Polen und in enger Zusammenarbeit mit dem schlesischen Marschallbüro für regionale Entwicklung eine Übergangsstrategie für die Kohleregion Schlesien erarbeitet und im Rahmen der Weltklimakonferenz vorgestellt. Die Studie gibt Empfehlungen, wie die Region Schlesien einen sozialverträglichen Strukturwandel aktiv gestalten kann. Unterstützt werden sollte dies durch zusätzliche EU-Finanzmittel, so die Empfehlung der Autoren.