Die  Bundesregierung will  den Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 bis 2050 um 50 Prozent senken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) richtet daher seine Förderprogramme für Energieeffizienz von Prozessen und Anlagen in Unternehmen neu aus, gab das Haus von Bundesminister Peter Altmaier gestern, 02. Januar, bekannt.

...anwenderfreundliches Fördermodell ...; Peter Altmaier. bild U +E
…anwenderfreundliches Fördermodell …; Peter Altmaier , bild steffen kugler

„Wir setzen mit dem neuen Förderprogramm ein einfacheres und anwenderfreundliches Fördermodell um, ist Minister Peter Altmaier überzeugt.  Dadurch würden beispielsweise Investitionen in eine verstärkte Nutzung von industrieller Abwärme sowie die Verbesserung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen wirksamer gefördert.

Das neue Programm betrachtet das BMWI als  einen weiteren Schritt bei der Umsetzung der Förderstrategie Energieeffizienz, die gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt wurde. Zudem sollen  bisher im sog. Marktanreizprogramm enthaltene Maßnahmen zur Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien integriert werden.

Das BMWi bündelt in dem neuen technologieoffenen und branchenübergreifenden Förderpaket sechs bisherige Förderprogramme in zwei Richtlinien. Die Richtlinie „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Kredit und Zuschuss“ ist bereits am 01. Januar gestartet. Dies  mit Fördersätzen bis zu 55 Prozent . Die Richtlinie „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Wettbewerb“ wird das ehemalige Programm „STEP Up!“ mit neuen Konditionen dann ab Frühjahr 2019 ersetzen. Der genaue Starttermin wird noch bekannt gegeben.

Das Förderpaket richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen, Stadtwerke und Energiedienstleister. Darüber hinaus sind alle Fördermodule akteurs-, sektor- und technologieoffen ausgestaltet. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sind unternehmensspezifisch unterschiedlich und können von der Nutzung hocheffizienter Standardtechnologien bis hin zu passgenauen Systemlösungen und -optimierungen reichen.

Förderungen  im kurzen  im Überblick:

  • Förderung in vier Modulen:
    • Querschnittstechnologien (Pumpen, Motoren, Ventilatoren, usw.) für schnelle Effizienzgewinne
    • Erneuerbare Energien zur Prozesswärmebereitstellung
    • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energiemanagementsoftware zur Unterstützung der Digitalisierung
    • Technologieoffene Förderung von  Investitionen, die Strom- oder Wärmeeffizienz steigern
  • Fördersätze:
  • bei Effizienzmaßnahmen 40% der förderfähigen Investitionskosten für kleine und mittlere Unternehmen (große Unternehmen 30%).
  • bei Prozesswärmetechnologien, die erneuerbare Energien nutzen, 55% für kleine und mittlere Unternehmen (große Unternehmen  45 %)
  • Förderung: 10 Mio. Euro pro Antragsteller oder Projekt.
    • Beantragung:
  • direkter Investitionszuschuss beim BAFA oder

Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss) bei d

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