Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt, stellte die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)  am vergangenen Freitag, 28. Dezember fest. Öl und Kohle tragen demnach 23 Prozent dazu bei, während die Erneuerbaren Energien 11,5 Prozent ausmachen.

Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt...;Gas, auch aus Putins Russland also ...
Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt…;Gas, auch aus Putins Russland also …

Vor allem die Bioenergie, heißt es in der Erklärung der AEE,  übernimmt bei grüner Wärmeversorgung eine tragende Rolle. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr haben Wärme und Kälte einen Anteil von 49,6 Prozent (ohne Strom). Um die Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, muss neben verstärkter Energieeffizienz die erneuerbare Wärme deutlich ausgebaut werden, fordert, wie auch Ex-Umweltminister Jürgen Trittin, die AEE.

Trittin, erklärte dazu in einem Spiegel-online-Interview, bereits einen Tag nach Heiligabend, 25. Dezember (wir berichteten s. unten): „Würde die Bundesregierung wirklich eine aktive Klimapolitik verfolgen und nicht weiter zuschauen, dass ein Viertel unserer Treibhausgase aus dem Bereich Wohngebäude kommt; würden wir also etwa jedes Jahr drei Prozent des Gebäudebestands auf den heutigen Stand der Technik bringen, dann wären wir auch in der Lage, bis 2030 genau so viel Gas jährlich einzusparen, wie wir aktuell aus Russland importieren. Das sind 40 Prozent des Gasbedarfs. Genau das findet aber nicht statt.“

Von den 1.431 Milliarden Kilowattstunden Wärme, die in Deutschland 2016 genutzt wurden, waren laut AEE lediglich 164 Milliarden Kilowattstunden auf Erneuerbare Energien zurückzuführen. Wie die neue Grafik der Agentur ,“Der Wärmemix in Deutschland 2016“ zeigt, machen Bioenergie, Klär- und Deponiegas hierbei den größten Anteil aus. Die Flexibilität der Bioenergie ist für das Energiesystem der Zukunft unabdingbar. Als Einsatzstoffe bieten sich unter anderem Holz und Energiepflanzen an.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Nord-Stream 2: Das Grundargument ist falsch …

und auch: Größter Zuwachs bei der Stromerzeugung

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