Das Tempo der Ausweisung der an die EU gemeldeten FFH-Gebiete als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet hat im letzten Halbjahr des Jahres 2018 deutlich zugenommen. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Ende Dezember 18  mit.

Es darf jetzt nicht nachgelassen werden ...; Olaf Lies:
Es darf jetzt nicht nachgelassen werden …; Olaf Lies:

Während in den ersten  sechs-Monatsabschnitten  im Schnitt ca. 20 Gebiete gesichert werden konnten, wurden seit Juli 2018  87 neu abgeschlossene Gebietssicherungen gemeldet. –Dennoch verbleiben 124 FFH-Gebiete, die noch nicht vollständig als Schutzgebiete ausgewiesen sind. Insgesamt geht es um 383 FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 610.000 Hektar. Davon konnten bisher 259 Gebiete auf 506.400 Hektar vollflächig gesichert werden, das sind bereits 83 Prozent der Gesamtfläche, teilte das Haus von Umweltminister Olaf Lies mit.

Aber: „… Es darf jetzt nicht nachgelassen werden. Auch die verbliebenen 124 Gebiete müssen zügig gesichert werden.“, forderte Lies.

Das Umweltministerium und die Niedersächsischen Landkreise arbeiten gemeinsam daran, „möglichst bald“, so die Erklärung der beiden Institutionen,  dem europäischen Schutzstandard zu genügen. Eingeständnis: Eigentlich hätte dies schon 2013 so sein müssen. Als Zielmarken gelten seit 2014: Bis Ende 2018 sollen die gemeldeten FFH-Gebiete als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden und bis Ende 2020 die Maßnahmenplanung für die einzelnen Gebiete vorgelegt werden.

„Bei der Sicherung der FFH-Gebiete wurde in früheren Jahren viel versäumt und insgesamt zu spät begonnen. Spätestens bis 2013 hätten die Gebiete unter Schutz gestellt werden müssen. Man hat zu lange auf den Vertragsnaturschutz gesetzt, der von der EU allerdings nicht als taugliches Mittel zugelassen wird. Wir alle versuchen jetzt, mit Hochdruck zu retten, was zu retten ist“, so Lies. „Das Verfahren konnte auch nicht mehr verändert werden. … Land und Landkreise bemühen sich gemeinsam, die verlorene Zeit der vergangenen mehr als 10 Jahre wieder aufzuholen“, so Lies.

 

 

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