Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) überwacht die Radioaktivitätsmesswerte in Deutschland im Rahmen des Integrierten Mess- und Informationssystems (IMIS) mit etwa 1.800 IMIS-Messstationen rund um die Uhr und alarmiert bei einer Erhöhung, die auf künstliche Radioaktivität zurückzuführen ist, auch die rheinland-pfälzische Landesregierunggab zu Beginn dieses Jahres 2019 das rheinland-pfälzische Umweltministerium bekannt.  Die Messergebnisse der IMIS-Messstationen können online über den folgenden Link verfolgt werden: https://odlinfo.bfs.de

Noch laufende Atommeiler in Deutschland, Grafik BMU
Noch laufende Atommeiler in Deutschland, Grafik BMU

Um auch die Messergebnisse auf der anderen Seite der Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien darzustellen, wurde auf Initiative von Rheinland-Pfalz im Jahr 2016 eine Online-Karte für das Geo-Portal der Großregion geschaffen. Damit ist es möglich, die Messwerte aus Frankreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland auf einer gemeinsamen Karte darzustellen. Diese Messergebnisse können mit Hilfe des folgenden Links verfolgt werden:
http://www.sig-gr.eu/de/cartes-thematiques/environnement/radioactivite.html.

Das rheinland-pfälzische Landesamt für Umwelt hat  seit den 1980er Jahren das Reaktor-Fernüberwachungssystem, kurz RFÜ betrieben..Hieran angeschlossen sind sechs rheinland-pfälzische Radioaktivitätsmessstationen im Bereich des französischen Atomkraftwerks (AKW) Cattenom. Diese RFÜ-Messstationen liegen in Saarburg, Konz und Perl, drei weitere Stationen liegen im Stadtgebiet von Trier. Im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen wurden die Messungen zum Jahresende 2018 von gleichwertigen Stationen des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) abgelöst. Diese Vorgehensweise wurde eng mit dem Saarland abgestimmt, berichtete das rheinland-pfälzische Umweltministerium zu Beginn des Jahres 2019.

Außerdem betreibt das Landesamt für Umwelt vier Radioaktivitätsmessstationen im Bereich des hessischen AKW Biblis. Eine dieser RFÜ-Messstationen lag in Hamm, drei weitere Stationen liegen im Stadtbereich von Worms. Ende 2016 wurden die letzten Brennelemente aus dem Block A ausgelagert, im September 2018 folgten die letzten Brennelemente aus dem Block B. Dadurch liegt kein Risiko eines schweren Unfalls mit Kernschmelze mehr vor. Radioaktivitätsmessungen werden in Zukunft durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sichergestellt. Die Messwerte des HLNUG stehen unter dem folgenden Link online zur Verfügung:

https://www.hlnug.de/themen/strahlenschutz/arbeitsgebiete/ueberwachung-kerntechnischer-anlagen/kernkraftwerk-biblis-messwerte.html

 

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