In Stuttgart ist am vergangenen Donnerstag, 10.Januar,  erstmals der neue ständige Ausschuss Klimawandel der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser zusammengekommen. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, sich mit den Folgen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft auseinanderzusetzen und geeignete Anpassungsmaßnahmen  zum Beispiel an Dürreperioden und Starkregenereignisse zu entwickeln. In den ersten drei Jahren leitet das Land Baden-Württemberg den Ausschuss.

Große Probleme bei der Kühlung ...; Franz Untersteller, bild stm. ba-wü
Große Probleme bei der Kühlung …; Franz Untersteller, bild stm. ba-wü

„Der vergangene Hitzesommer hat uns gezeigt, dass hohe Flusstemperaturen und niedrige Flusspegel zu großen Problemen bei der Kühlung von Kraftwerken und dem Transport von Brennstoffen führen können“,  konstatierte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller anlässlich der konstituierenden Sitzung. Es sei deshalb sinnvoll, die Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Ländern weiter zu intensiveren. Denn: „Auch die Land- und Forstwirtschaft haben unter der lang anhaltenden Dürre und den damit zusammenhängenden Schwierigkeiten bei der Bewässerung gelitten.“

Untersteller verwies aber auch auf die andere Seite der Medaille, die Starkregenereignisse: In Zeiten des Klimawandels sei zunehmend mit Wetterkapriolen zu rechnen : „Beispielsweise hatten wir nach intensiven Regenfällen an Weihnachten am Rhein kleinere Hochwasser zu verzeichnen, obwohl wir dort nur wenige Wochen vorher noch extreme, teils historische Tiefstände gemessen haben. „Auch unwetterartige Regengüsse und dramatische Überflutungen wie in Braunsbach und in anderen Teilen Deutschlands im Frühsommer 2016 belegen, dass wir den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren eines Hochwassers in ganz Deutschland weiter voranbringen müssen“, bilanzierte der Minister. In Baden-Württemberg“ wird das Thema sehr ernst genommen“, wie es in einer Erklärung des Umweltministeriums hieß.

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