Die Weichen für mehr Klimaschutz sind gestellt:  „Kohlekraftwerke sollen bis 2038 abgeschaltet werden, die Rolle von Erdgas dagegen wird gestärkt. Das sind gute Nachrichten für das Klima!“, urteilte Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender von Wintershall AG. zum Auftakt der Branchenfachmesse E-world in Essen am 05. Februar.

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Wir begrüßen, dass die Rolle von Gas gestärkt wird …;  Wintershall-Vorstandschef Mario Mehren

„Wir begrüßen, dass die Rolle von Gas als Backup und Speichersystem gestärkt wird. Nun muss der Beschluss in konkrete Gesetze überführt werden“, forderte Mehren weiter. Wintershall fördert weltweit Kohlenwasserstoffe und vertreibt diese unter anderem in Nordwesteuropa auch selbst. „Die Erdgasbranche kann die Energiewende zum Erfolg führen. Mit ihren Speichern, Leitungen und Gaskraftwerken stehen wir bereit, um den Strommarkt nach dem geplanten Atom- und Kohleausstieg abzusichern“, bietet der Wintershall-Chef an.

„Erdgas kann die Schwankungen der erneuerbaren Energien optimal ausgleichen“, ergänzte Dirk Elvermann, im Wintershall-Vorstand für die Bereiche Finanzen, Sales und Commercial zuständig.

Die Kohlekommission sieht in ihrem Bericht auch notwendige Investitionen in neue Gaskraftwerke vor . So könnten an einigen deutschen Standorten von Kohlekraftwerken kostengünstig Gaskraftwerke errichtet werden, da Teile der Anlagen und Infrastruktur weiter genutzt werden können, zum Beispiel im brandenburgischen Jänschwalde, heißt es in einem Statement der Wintershall AG dazu.

Doch da geht es noch weiter: „Dieser Vorschlag könnte eine Blaupause für weitere Kraftwerke sein. Denn Gaskraftwerke sichern die Energieerzeugung flexibel ab und emittieren deutlich weniger CO2 als Kohlekraftwerke“, so wiederum Mario Mehren. Und: Die Branche gehe auch neue Wege und beschäftige sich intensiv mit den Themen Grünes Gas und Dekarbonisierung von Erdgas.

Die Mehrheit der Bundesbürger rechnet damit, dass Erdgas in Zukunft eine noch größere Rolle zur Energieversorgung einnehmen wird. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des unabhängigen Forschungsinstituts Forsa, rechnet Wintershall vor. Und weiter:  Über die Hälfte (56%) der Befragten gehen demnach davon aus, dass mehr Erdgas als heute benötigt wird, um die Energieversorgung auch in Zukunft sicherzustellen.

Laut der Forsa-Umfrage sieht zudem mehr als die Hälfte aller Befragten in dem vielseitig einsetzbaren Energieträger die optimale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien: Wenn die Energiewende erfolgreich sein soll,  bezieht sich Wintershall auf die Forsa-Umfrage, brauchen die erneuerbaren Energien einen Partner. Alleine können sie das nicht leisten. Für 51% der Deutschen ist Erdgas dieser Partner. Damit liegt Gas als sauberster fossiler Brennstoff deutlich vor Holz und Öl (21% und 16%). 18% wünschen sich Kernenergie und 12% Kohle als Ergänzung zu den Erneuerbaren. Nur 8% der Befragten sehen keine nötige Ergänzung.

Morgen, 12. Februar, erscheint dazu auch unser Bericht:Moskau sieht in EU-Ratspräsident Johannis den “Agenten” Washingtons gegen Nord-Stream 2

 

 

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