Im Bundeswirtschaftsministerium, (BMWi ) fand gestern Dienstag, 12.Februar,  eine deutsch-amerikanische Konferenz zur Entwicklung des LNG-Importmarktes statt, so bezeichnete sie das BMWI in einem Statement selbst. Wir hatten am Tag zuvor schon berichtet:  “LNG-Konferenz in Berlin … vorwiegend ihm geschuldet?! … US-Präsident Donald Trump”,( s. unten)
Ihr müsst mehr LNG von uns kaufen ... sonst ..., Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsdident Donald Trump, bild jesco denzel
Ihr müsst mehr LNG von uns kaufen … sonst …, Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsdident Donald Trump, bild jesco denzel

In Deutschland gibt es bisher noch kein Import-Terminal für LNG, berichtete gestern dann auch die von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik news und verwies weiter darauf:  “Vor allem die USA wollen mehr Flüssigerdgas in Europa verkaufen. Dieses gilt aber bisher noch als zu teuer und nicht wettbewerbsfähig.”

Während der Konferenz wurden auch  die deutschen LNG-Infrastrukturprojekte vorgestellt, so das BMWI.  „Die Diversifizierung der Energieversorgung ist ein wichtiges Anliegen und LNG-Importe können dazu einen Beitrag leisten“, kommentierte  Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier  die Ziele des Treffens. Die Investorenkonferenz im BMWi biete eine Plattform, auf der die deutschen und amerikanischen Marktbeteiligten über mögliche Geschäftsmodelle verhandeln.

Altmaier legte auch ein Eckpunktepapier für einen regulatorischen Rechtsrahmen für LNG-Infrastrukturprojekte in Deutschland vor. Die Eckpunkte sehen eine Änderung des Energiewirtschaftsrechts vor. Hierdurch sollen die Fernleitungsnetzbetreiber dazu verpflichtet werden, die erforderlichen Leitungen zwischen den LNG-Terminals und dem Fernleitungsnetz zu errichten und die LNG-Terminals an das Fernleitungsnetz anzuschließen. Damit soll der schnelle Marktzugang von LNG in Deutschland ermöglicht werden.

In einem Eckpunktepapier des Hauses heißt es dazu: „Funktional ähnelt dies dem Import von Gas mittels Pipelines: Für diesen Gasimport müssen die Fernleitungsnetzbetreiber grundsätzlich bereits heute ihr Netz ab der deutschen Grenze ausbauen. Künftig soll es regulatorisch insoweit keinen Unterschied mehr machen, ob ausländisches Gas per Pipeline oder – wie LNG – per Schiff nach Deutschland kommt. Denn beide Arten des Gasimports dienen der Versorgungssicherheit und kommen somit allen Netznutzern zu Gute.“

Der CDU-Politiker nannte als mögliche Standorte für LNG-Terminals Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Die Bundesregierung will demnach den Bau mit staatlichen Fördergeldern unterstützen.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht:

LNG-Konferenz in Berlin … vorwiegend ihm geschuldet?! … US-Präsident Donald Trump”

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