„Die Übertragungsnetzbetreiber bestätigen, dass der für 2030 anvisierte Anteil von 65 Prozent Erneuerbaren Energien im Stromsektor sicher im Netz verarbeitet werden kann“,  kommentierte am Montag, 04. März, Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) den Netzentwicklungsplan Strom 2030
Sie forderte zugleich: „Um hier Verlässlichkeit zu schaffen, muss jetzt das im Koalitionsvertrag beschlossene und von der Kohlekommission bestätigte 65-Prozent-Ziel im EEG festgeschrieben werden.“

65-Prozent-Ziel im EEG festschreiben..! Simone Peter: BEE-Präsidentin, zuvor Grünen-Vorsitzende
65-Prozent-Ziel im EEG festschreiben..! Simone Peter: BEE-Präsidentin, zuvor Grünen-Vorsitzende

Mit den von den Übertragungsnetzbetreibern vorgeschlagenen Ad-Hoc-Maßnahmen wird – aus Sicht des BEE –  die Aufnahmefähigkeit der Netze für mehr Erneuerbare Energien erhöht. Auch Innovative Konzepte wie Netzbooster helfen demnach dabei, das bestehende Netz besser zu nutzen. „Daneben tragen die Sektorenkopplung, Flexibilitätsoptionen und moderne Ansätze in der Netzplanung dazu bei, Erneuerbare Energien besser ins Netz zu integrieren, auch wenn diese zügiger ausgebaut werden müssen“, so Peter.

Nach dem Abschlussbericht der Kohlekommission ist, aus Sicht der BEE-Präsidentin,  auch klar, dass der dem Netzentwicklungsplan zugrunde liegende Szenariorahmen derzeit noch zu konservativ ist. Der BEE empfiehlt deshalb im nächsten Szenariorahmen den Ausstieg aus der Kohleverstromung mit zu berücksichtigen und mindestens ein Szenario zu entwickeln, das die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erfüllt.

Die wichtige Rolle von Biomasse muss bei der Weiterentwicklung der Szenarien angemessen berücksichtigt werden, fordert die BEE-Präsidentin.  Ein Zubau von fossilen Erdgaskapazitäten und ein nach dem derzeitigen Stand vorgesehener Rückbau der Biomassekapazitäten passen demnach nicht zusammen. „Wir benötigen die Bioenergie, um die Klimaziele zu erfüllen und den Rückgang der Kraftwerksleistung mit dieser flexibel einsetzbaren Erneuerbaren Energie abzufedern – vor allem auch in Süddeutschland, wo hoher Strombedarf besteht“, so die Erkenntnis von Peter.

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