Das Bundesumweltministerium (BMU) wird noch in diesem Jahr in Cottbus ein Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) eröffnen. Dies teilte BMU-Staatssekretär Jochen Flasbarth aus Anlass der Auftaktsitzung am vergangenen Donnerstag, 07. März, an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) in Cottbus mit.

"...wir nehmen den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz genauso ernst nehmen wie den Kohleausstieg“, Jochen Flasbarth, bild sandra steins
…wir nehmen den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz genauso ernst  wie den Kohleausstieg“, Jochen Flasbarth, bild sandra steins

Der Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, die BTU-Präsidentin Christiane Hipp, der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und weiteren Institutionen nahmen während der Auftaktsitzun zur Kenntnis, dass  im Bundeshaushalt für den Aufbau des Zentrums für dieses Jahr insgesamt zwei Millionen Euro vorgesehen sind.

“Mit dem Aufbau des Kompetenzzentrums in Cottbus zeigen wir, dass wir den notwendigen Strukturwandel in der Lausitz genauso ernst nehmen wie den Kohleausstieg“, beschrieb Flasbarth eines der Ziele des Zentrums. Und er gestand in seinem Statement zugleich: „Die Industrie mittel- bis langfristig klimaneutral umzubauen, ist eine nationale und internationale Mammutaufgabe.“ Und deshalb: „ Ideen und Innovationen für diesen Umbau sollen künftig auch aus Cottbus kommen. Deshalb brauchen wir die Unterstützung des Landes, der Region und der Stadt. So kann die Lausitz einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Entwicklung des Industriestandorts Deutschland leisten und selbst davon profitieren”, konstatierte Flasbarth.

Die vom BMU gegründete GmbH Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG)wird  den Aufbau des Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) übernehmen.  Die Idee für das Kompetenzzentrum ist ein Ergebnis des Dialogs mit den energieintensiven Branchen, den das BMU  mit Unternehmen und Verbänden zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Industriesektor führt, stellte das BMU klar.  Es soll in engem Austausch mit Forschungseinrichtungen, der Industrie und internationalen Institutionen die Dekarbonisierung energieintensiver Prozesse voranbringen.

Dabei sollen der Forschungsbedarf ermittelt, Forschungscluster gebildet sowie

… Karik. U+E

Finanzierungsmöglichkeiten identifiziert und erschlossen werden. Darüber hinaus ist geplant, das Kompetenzzentrum unter Einbindung des Umweltbundesamtes in Dessau mit der Umsetzung des geplanten Förderprogramms zur Dekarbonisierung in der Industrie zu beauftragen, für das im Bundeshaushalt ebenfalls Mittel bereitgestellt werden.

In erster Linie richtet sich das Kompetenzzentrums Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI), das hier stark mit eingebunden wird, an energieintensive Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Teile der chemischen Industrie und der Nicht-Eisenmetallurgie, bei denen neben energiebedingten Treibhausgasemissionen auch besonders schwer vermeidbare, technisch-physikalisch bedingte Prozessemissionen eine Rolle spielen. Um das Ziel einer weitgehenden Treibhausgasneutralität entsprechend den Zielen des Klimaschutzplans 2050 auch in diesen Branchen zu erreichen, sind Sprunginnovationen und damit der Umbau ganzer Prozessketten und -verfahren erforderlich. Die Erkenntnisse werden auch in anderen Branchen nutzbar sein, ist sich das BMU sicher.

 

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