Am Aschermittwoch, 06. März begann für den  Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland  (BUND)  die Fastenzeit, dieses Mal für Plastik. Dass diese uralte Kulturtechnik, die – durch bewussten Verzicht – das Verhältnis zum eigenen Selbst und zur Welt erneuert, derzeit eine Renaissance erfährt, bereitet uns große Freude: vor allem mit Blick auf den Verzicht von Plastik, heißt es in einem Aufruf der Umweltschutzorganisation vom selben Tag.

Plastikfasten- Vielleicht sind Sie dabei ... fragt der BUND
Plastikfasten- Vielleicht sind Sie dabei … fragt der BUND

Da weist die Organisation darauf hin, dass 14 Millionen Tonnen, die jährlich allein in Deutschland verbraucht werden, „…ökologischer Wahnsinn sind.“ Wenn der nächste tote Wal mit tausenden Plastikteilen im Magen an Land gezogen wird, sind sich wieder alle  einig: Das ist schockierend!, prophezeien sie.

Doch das gigantische Problem an sich ist aus Sicht des BUND viel unscheinbarer, alltäglicher. Wie durchdrungen unser Alltag von (sinnlosen) Verpackungen, To-go-Verpackungen und Einwegprodukten ist, die nicht nur Meeressäugern das Leben kosten, wird erst richtig offenbar, wenn wir bewusst Verzicht üben. Wortgeschichtlich ist mit “(fest)halten; streng beobachten” übrigens bereits im Begriff “fasten” angelegt, was heute immer mehr Menschen erfahren: (Plastik-)Fasten öffnet Augen! lautet noch mal Prophezeiung der Organisation.

Auch für Lösungen: Coffee “to stay” statt “to go”? Deo selber machen? Leitungswasser trinken? Wir brauchen eine Plastikwende, die gesetzlich untermauert ist, fordern die Umweltschützer.  Aber auch jede*r Einzelne kann mit Fantasie, Findigkeit und gutem Willen dazu beitragen, Plastik aus Küche, Bad und Einkaufskorb zu verbannen und den Giftberg für unsere Umwelt abzutragen. Deshalb rufen wir auf: Machen Sie mit beim Plastikfasten. Steigen Sie ein in ein plastikfrei(er)es Leben.!!! ermuntern sie oder ist es gar mehr: Eine Aufforderung?

Und sie schildern in ihrem „Weckruf“ weiter: „Das Besondere dabei: Plastikfasten ist ein Verzicht, der mehrt – nämlich das Wissen um einen Lebensstil, der auf Nachhaltigkeit statt Zerstörung setzt. Nutzen wir die sozialen Medien dafür, das Gute in die Welt zu bringen! Unter dem Hashtag #plastikfasten teilen immer mehr Menschen ihre Inspiration und praktischen Tipps für einen Alltag ohne Plastik. „

Vielleicht sind auch Sie ab heute dabei?, fragen sie in ihrem Statement zum Schluss.

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