Beim Tag der Deutschen Wirtschaft in Berlin am Dienstag, 04. Juni, dankte Bundeskanzlerin Merkel  der Wirtschaft für die Arbeit in der Kohlekommission, die sich auf einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 verständigt hatte. Dies erfordere bis Ende des Jahres eine Neuplanung der Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Energie beachte.

Darum habe ich immer für den Bau von Nord-Stream 2 plädiert ..., Bundeskanzlerin Angela Merkel, bild steffen kugler
Darum habe ich immer für den Bau von Nord-Stream 2 plädiert …, Bundeskanzlerin Angela Merkel, bild steffen kugler

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werde ein Gutachten zu Möglichkeiten der Bepreisung von Kohlenstoffdioxid erstellen, das als Grundlage für die weiteren Beratungen diene, so Merkel.

Und betonte sie die künftige Rolle des Gases im Rahmen der Energiewende: Sie unterstützte die Position der deutschen Industrie, die auf die Notwendigkeit der Verlegung der Ostsee-Gaspipeline pocht, so formuliert es – auch sicherlich ganz dankbar- die von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik news am selben Tag.

Die Abkehr von der Atomkraft und der Kohle-Energie erfordere laut Merkel eine neue Planung…! Es gehe darum, auf Gas als Energieträger umzurüsten. Aus diesem Grund habe sie immer dafür plädiert, dass neben dem Gastransit durch die Ukraine auch die Gasleitung Nord Stream 2 gebaut werde, so die Kanzlerin.

Zuvor hatte sie die  massive Kritik der Industrie am wirtschaftspolitischen Kurs der Koalition gekontert. Vertrauen in die Bundesregierung sei genauso wichtig wie Vertrauen in die Wirtschaft, betonte die CDU-Politikerin. Und sie holte sogar noch mal richtig aus: Seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr und drei Monaten habe sich die Bundesregierung – von wegen Vertrauen – lange mit dem verlorenen Vertrauen in die Automobilindustrie und Regelbrüchen beschäftigen müssen.