Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am vergangenen Mittwoch, 30. März,  bekannt gegeben, dass sein Haus  das Förderprogramm “Ladeinfrastruktur vor Ort” mit weiteren 300 Millionen Euro bestückt. Umwelt- und Energie-Report hatte bereits am vergangenen Donnerstag, 08. März, ausführlich berichtet, s. unten! Mit dem Programm sollen auch die durch die Pandemie-Krise besonders betroffenen kleinen und mittelständischen Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes die Möglichkeit erhalten , Ladepunkte kostengünstig aufzustellen und so ihre Kundenakzeptanz zu steigern.

weiteren 300 Millionen Euro
” Förderung mit weiteren 300 Millionen Euro…!” Bild rwe

Hier nun folgen die Bedingungen zur Förderung im Detail, wie angekündigt.

 Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

  • Förderfähig sind nur KMU (auch kommunale Unternehmen) nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, welche den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen.
  • Gefördert wird:
    • der Kauf von Normalladeinfrastruktur (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW) mit bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 4.000 € pro Ladepunkt,
    • der Kauf von Schnellladeinfrastruktur (DC) von 22 kW bis maximal 50 kW bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 16.000 € pro Ladepunkt,
    • der Anschluss an Niederspannung inkl. Installations- und Aufbaukosten in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 10.000 € Förderung pro Standort,
    • der Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 100.000 €
      "..Ladepunkte kostengünstig aufstellen und so  Kundenakzeptanz steigern. . !“ Verkehrsminister Andreas Scheuer
      “..Ladepunkte kostengünstig aufstellen und so Kundenakzeptanz steigern. . !“ Verkehrsminister Andreas Scheuer

      Förderung pro Standort.

  • Eine Förderung der Kombination mit Pufferspeicher ist ebenfalls möglich (maximaler Förderbetrag ist analog zum dazugehörigen Netzanschluss).
  • Bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mindestens 12/6) erfolgt eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 % der Förderung.
  • Die geförderten Ladepunkte müssen vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen.
  • Verpflichtend ist Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Realisiert werden muss die Ladeinfrastruktur bis zum 31.12.2022.
  • Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Förderung der Ladesäulen wird im “Windhundverfahren” bewilligt