„Der Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa ist stark, wenn der Energiesektor stark ist“, erklärte am gestrigen Montag, 10. Juni,  Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der Europawahl auch gegenüber Umwelt- und Energie-Report. Und die erinnert: „Was nicht vergessen werden darf: Die Gaskrise der letzten Jahre haben wir vor allem dank großer europäischer Solidarität und dem gut funktionieren-den europäischen Energiebinnenmarkt gemeistert. Jetzt gilt es, diesen weiter zu stärken und auszubauen!“

Die BDEW-Spitzenfrau fordert weiter: „Auch beim Klimaschutz müssen wir Kurs halten. Der Green Deal war ein großer, mutiger Wurf, der auch in der Krise von der EU-Kommission und der Mehrheit

 „ Der Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa ist stark, wenn der Energiesektor stark ist .....!" Kerstin Andrea , bild bundestg
Der Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa ist stark, wenn der Energiesektor stark ist …..!” Kerstin Andrea , bild bundestg

im EU-Parlament nicht in Frage gestellt wurde. Energiesouveränität und Resilienz sind und bleiben wichtig. Der Green Deal dient neben der Erreichung der Klimaziele vor allem auch der Verringerung der Energieabhängigkeit der EU. Der Ausbau der Erneuerbaren und der parallele Ausbau der Energieinfrastruktur stärken die Nutzung der eigenen Energiequellen und mindern Energieimporte.

Für die kommenden Jahre brauchen wir jedoch mehr Pragmatismus in der Politik. Sie muss sich mehr auf das große Ganze konzentrieren, den Rahmen setzen und den Unternehmen den Freiraum lassen, selbst die besten Lösungen zu finden. Hier sollte sich die EU ein Beispiel nehmen am IRA. Wir brauchen weniger Mikromanagement, Bürokratie und Förderdschungel. Dazu gehört auch, keine weiteren Zielverschärfungen auf den Weg zu bringen und Planungssicherheit für die Unternehmen zu gewährleisten!“

Und Kerstin Andreae zeigt schließlich weiter auf: „Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler hat sich trotz Zugewinnen der extremen Rechten für einen pro-europäischen Kurs entschieden. Wichtig ist, dass sich die pro-europäischen Parteien nun zu einer stabilen Mehrheit zusammenfinden, damit die EU handlungsfähig bleibt und die wichtigen EU-Projekte weiter vorangebracht werden können.

In der nächsten Legislaturperiode wird es darum gehen, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit der EU zu erhalten und zu stärken. Das gelingt nur mit einer starken EU und einem starken EU-Binnenmarkt. Die Dekarbonisierung der Industrie ist notwendig, aber sie darf nicht zulasten der Wettbewerbsfähigkeit gehen. Die Grundlage dafür ist eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung !“

Lesen Sie dazu auch unseren heutigen Bericht: BEE: “Jetzt muss das Engagement für den Klimaschutz ungebrochen weitergehen !”