Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) haben aktuell, am gestrigen Montag 08. Juli,  vor einem Sonderzug mit Uranmüll in 16 grau-grünen Planen-Waggons gewarnt. Der Zug ist am gestrigen Montag , nach Angaben der Initiativen,   um 12.18 Uhr an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau Richtung Ochtrup / Burgsteinfurt / Münster gestartet. An der Urananreicherungsanlage sicherte Polizei den Abtransport. Während der Fahrt ist der Uranmültransport ungeschützt unterwegs.

Udo Buchholz : „Atommüll ...das Material ist radioaktiv und chemisch sehr brisant. ....!"
Udo Buchholz : „Atommüll …das Material ist radioaktiv und chemisch sehr brisant. ….!”

Als Ziel des Sonderzuges wird eine Uranfabrik in Frankreich angenommen. Der Zug durchquert dann nach der Durchfahrt von Münster ganz NRW und den Südwesten der Bundesrepublik. „Wir gehen davon aus, dass mit dem Zug mehr als 500 Tonnen Uranmüll in Form von Uranhexafluorid in abgereicherter Form transportiert werden. Das Material ist radioaktiv und chemisch sehr brisant. Bei Freisetzungen kann sich in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit Flusssäure bilden“, warnt Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

Der BBU, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau fordern grundsätzlich ein Transportverbot für Uranmüll und die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage. Zuständig ist die NRW-Atomaufsicht, die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstellt ist.

Die Bürgerinitiativen und der BBU fordern, dass nach der Stilllegung der letzten Atomkraftwerke im April 2023 (in der Bundesrepublik) die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau dringend auf die politische Tagesordnung der NRW-Landesregierung gehört.

In der Vergangenheit wurde mehrfach gegen die hochgefährlichen Urantransporte demonstriert, die von und nach Gronau rollen. Weitere Proteste werden folgen. Und traditionell treffen sich immer am ersten Sonntag im Monat AtomkraftgegnerInnen zum Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage – und das ununterbrochen seit Ende 1986! So auch am vergangenen Sonntag, 07. Juli. . Als nächsten Termin kündigen die Initiativen  den 4. August an, also wenige Tage vor den Jahrestagen der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki, 6. und 9. August 1945.