„Zwischen der Ankunft des ersten US-amerikanischen LNG-Tankers im April 2016 und heute sind die EU-Importe von Flüssigerdgas aus den USA von Null auf 2,8 Mrd. m3 gestiegen“, stellte  EU-Präsident Jean-Claude Juncker  gestern, Donnerstag, 09. August,  mal öffentlich die Fakten dar. Die EU und die USA wollen  dennoch weiter  daran arbeiten, den Handel mit Flüssigerdgas zu erleichtern,  auch um die  Energieversorgung  EU weiter zu diversifizieren und sicherer zu machen

Flüssiggas aus USA ... " aber die Preise müssen stimmen, werter Herr",... Donald Trump und Jean Claude Juncker
Flüssiggas aus USA, gerne  … “… aber die Preise müssen stimmen, werter Herr”,… Donald Trump und Jean Claude Juncker

In ihrer Gemeinsamen Erklärung vom 25. Juli in Washington, D.C., hatten Juncker und US-Präsident Trump vereinbart, die strategische Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA im Energiebereich zu stärken. Trump erklärte danach die EU wolle sogar massiv in den USA einkaufen.

„Die Europäische Union ist bereit, höhere Importe von Flüssigerdgas aus den USA zu fördern“, erklärte Juncker gestern weiter und er betonte ausdrücklich : „.. und wir haben bereits damit begonnen.“ Aber er machte auch Einschränkungen und ließ für die EU Hintertürchen offen: „… Die steigenden Flüssigerdgasexporte aus den USA könnten, sofern die Preise wettbewerbsfähig sind, eine wachsende und strategisch wichtige Rolle in der Erdgasversorgung der EU spielen.“ Juncker forderte auch  die USA müssten ihrerseits bürokratische Hemmnisse für den Export von Flüssigerdgas beseitigen.

Auch Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimapolitik und Energie, verwies darauf: „Steigende Flüssigerdgasimporte aus den USA – zu wettbewerbsfähigen Preisen – sind daher zu begrüßen.“ Diese Entwicklung falle in eine Zeit, in der die Gasproduktion innerhalb der EU schneller als erwartet

Flüssigerdgas aus USA? Nur zu wettberwerbsfähigen Priesen ...; EU-Kommissar Cañete
Flüssigerdgas aus USA? Nur zu wettberwerbsfähigen Preisen …; EU-Kommissar Cañete

zurückgehe und sich der Ausstieg aus der Kohleverstromung in der EU beschleunige.

Die EU hat, nach Darstellung der Kommission, LNG- Infrastrukturprojekte im Wert von mehr als 638 Mio. Euro kofinanziert oder eine Kofinanzierung zugesagt. Zusätzlich zu den vorhandenen 150 Mrd. m3 an Reservekapazität in der EU fördert die EU 14 Flüssiggasinfrastrukturprojekte, die bis 2021 die Kapazität um weitere 15 Mrd. m3 erhöhen sollen und die Importe von Flüssigerdgas aus den USA aufnehmen könnten. Aber auch hier heißt es:  „Wenn die Marktbedingungen stimmen und die Preise wettbewerbsfähig sind.“

Derzeit ist nach den Rechtsvorschriften der Vereinigten Staaten nach wie vor eine vorherige Genehmigung für Ausfuhren von Flüssigerdgas nach Europa erforderlich. Für diese Beschränkungen müssten Lösungen gefunden werden, und die US-Vorschriften müssen vereinfacht werden, damit Flüssigerdgas aus den USA in die EU exportiert werden kann.

 

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