Der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ist für den globalen Aufsichtsrat des russischen Mineralölkonzerns Lukoil nominiert worden, wie das Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite mitteilte und auch sogleich von der von Moskau gesteuerten Nachrichten-Agentur Sputnik-news am vergangenen Samstag, 09. März, zitiert wurde.

Auch ihn zieht es in die russische Wirtschaft... , Ex-Kanzler Schüssel
Auch ihn zieht es in die russische Wirtschaft… , Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel , bild Niklolaj Jolkin

In dem Zusammenhang kommt  beim Lesen dieser Nachricht sicherlich  fast automatisch der Gedanke an den deutschen Ex-Kanzler Gerd Schröder. Der leitet bereits seit 2016 den Verwaltungsrat des damals neuen Unternehmens Nord-Stream 2 AG, das dem russischen Energiekonzern Gazprom gehört. Schröder ist bereits seit zehn Jahren Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des ersten Pipeline-Konsortiums Nord Stream. Seit 29. September 2017 ist Schröder Mitglied des Aufsichtsrats des russischen Ölkonzerns Rosneft.

Zurück zum früheren österreichischen Ex- Kanzler Schüssel: Das aktuelle elfköpfige Board of Directors von Lukoil bestimmte eine Liste aus zwölf Kandidaten, gab das russische Ölunternehmen  am Mittwoch, 07. März, bekannt. Russische Medien, berichtet Sputnik,  wiesen darauf hin, dass sich der Bestand des Gremiums seit 2017 nicht geändert habe. Nun beanspruchen vier neue Kandidaten einen Sitz im Aufsichtsrat, darunter der ehemalige CEO der „Deutschen Bank“ in Russland Pawel Tepluchin.

Zu den aktuellen Mitgliedern des höchsten Lukoil-Gremiums, die auch für dessen neuen Bestand kandidieren, gehören unter anderem die Russlandexpertin Toby Gati, die in der Administration des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton den Posten des Assistant Secretary of State for Intelligence and Research bekleidete, sowie der Vorsitzende des Board of Directors bei der Russisch-britischen Handelskammer, Roger Munnings.

Der 73-jährige Wolfgang Schüssel (ÖVP) war von 2000 bis 2007 österreichischer Bundeskanzler. Seit März 2010 ist er Aufsichtsratsmitglied des deutschen Energiekonzerns RWE und seit 2018 Aufsichtsrat des russischen Mobilfunkanbieters MTS.

 

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