Der russische Gasgigant Gazprom hat bereits ein Drittel der Gaspipeline Nord-Stream 2 gebaut. Das folgt aus einer erneut bestätigten Mitteilung des Energieriesen am vergangenen Mittwoch, 06. März, nach dem Treffen zwischen Gazprom-Chef Alexej Miller und dem Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV, Rainer Seele, in Moskau.

"Ich muss sagen, eine zügellose Russophobie ....."; Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsident Donald "Trampel"-Trump, bild Michael Klimentjew
“Ich muss sagen, eine zügellose Russophobie …..”; Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsident Donald “Trampel”-Trump, bild Michael Klimentjew

Zugleich veröffentlichte die von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik-news  der vom US-Kongress Ende Februar veröffentlichte Gesetzentwurf, der die Verhängung zusätzlicher Sanktionen gegen Russland vorsieht (Defending American Security from Kremlin Aggression Act, DASKA), könne laut der Zeitung „Wedomosti“ auch die russische Gasindustrie gefährden. Der russische Gasriese Gazprom könne auch getroffen werden, heißt es da.

Obwohl das Gas nur in Bezug auf die russischen Flüssiggasprojekte (Liquefied Natural Gas LNG) außerhalb des Landes in dem erwähnten  Dokument erwähnt werde, setze es auch die inländischen Projekte russischer Gasunternehmen einer Gefahr aus, heißt es im Artikel weiter.  Tatsache sei, dass der im Gesetzentwurf benutzte Begriff „crude oil“ (dt.: Rohöl) nach dem Verständnis der USA nicht nur das Öl, sondern auch das Gaskondensat umfasse. Wie genau der Begriff zu interpretieren sei, hätten die Autoren des Gesetzentwurfs nicht erläutert.

Eben wegen dieser Ungenauigkeit, sei sie vorsätzlich oder zufällig, seien die LNG-Projekte des privaten russischen Gas- und Ölproduzenten Novatek bedroht. Der russische Gasriese Gazprom könne aber auch getroffen werden.

„Die Breite und Zweideutigkeit der Termini können viel effektiver sein, wenn es um die Erreichung der Ziele eines Gesetzentwurfs geht“, meint Jeffrey Orenstein, Rechtsanwalt bei der internationalen Kanzlei K & L Gates. Im Kreml wurden die  neuen Sanktionsschritte von Washington als  „zügellose Russophobie“ bezeichnet, die sich auf keine Expertendaten stütze.

Bei  dem Treffen zwischen Gazprom-Chef Alexej Miller und dem Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV, Rainer Seele, in Moskau, wurden auch diese Dinge diskutiert. Im Mittelpunkt stand aber  wohl  auch   der  wachsende Export von russischem Gas nach Österreich. Vorläufigen Angaben zufolge hat Gazprom seinen Gasexport nach Wien vom 1. Januar bis 5. März  um 32,9 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum aufgestockt.

 

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