Themen für die Weltklimakonferenz Anfang kommenden Monats  fehlen nicht: Immer häufiger kommt es zu großen überregionalen Hochwasserereignissen, wie dem Elbehochwasser 2013 aber auch regional begrenzte Starkregenereignisse, z.B. im Jahr 2016 in Niederbayern, Simbach und Wachtberg bei Bonn  verdeutlichen die Naturgefahr des Wassers. Bei diesen Ereignissen hängt das Ausmaß des Schadens ganz erheblich davon ab, wie gut und zielführend die Vorsorge getroffen wurde. Hierzu gehören einerseits bauliche Maßnahmen, wie Deichrückhaltungen, andererseits aber auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzkräfte. Arbeitsschritte und Techniken müssen bekannt und aufeinander abgestimmt sein, Schnittstellen müssen „geglättet“ werden. „Zusammen üben heißt, im Ernstfall gemeinsam Erfolg haben“, so kommentierte Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg im Rhein-Sieg-Kreis das Zusammenspiel der Einsatzkräfte während der Großübung „Sturzflut 2017“ – Fast 600 Einsatzkräfte probten am Wochenende 14. Oktober den Ernstfall. (Wir haben die Übung angekündigt und den Vorbereit geliefert, s. unten)

Da wurden Deiche mit Sandsäcken verstärkt, Personenrettungen aus dem Hochwasser simuliert, Hubschrauber brachten Sandsäcke zu speziell ausgewählten Orten, Strömungsretter „befreiten“ den Mühlengraben von mitgeführten Gehölzen, eine Gasleitung wurde gesichert, berichtete nach der Übung der Kreis.  An der Übung nahmen insgesamt fast 600 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk sowie den Wasserrettungszügen von DRK und DLRG tei. Die Bundespolizei unterstützte die Maßnahmen zum Teil mit Hubschraubern zum Einrichten einer Luftbrücke für Sandsäcke sowie Deichkontrollflüge.

Elebe- Hochwasser …

Doch nicht nur die Einsatzkräfte der unterschiedlichen Einheiten ‚“übten“ gemeinsam den Notfall, auch die Einsatzleitung – bestehend aus über 60 Führungskräften der kreisangehörigen Feuerwehren und Fachberaterinnen und –beratern der Hilfsorganisationen, dem THW, der Polizei und der Bundeswehr – absolvierten  eine Stabsrahmenübung, in der einsatztaktische Entscheidungen überprüft wurden. Simuliert wurden hier zusätzliche Sturmschäden und ein Rheinhochwasser.

„Eins ist wichtig im Ernstfall: Jede Einheit muss wissen, was die andere tut und genau das wurde … geübt“, dankte  Kreisdirektorin Annerose Heinze den Teilnehmern für ihren Einsatz.