Katar wird laut seinem Energieminister im Januar aus der Organisation erdölexportierender Länder austreten, wie Bloomberg meldet. Der Grund dafür sei die Absicht des Landes, sich auf Gasgewinnung und Produktion von Flüssiggas zu konzentrieren. Bloomberg wurde sogleich auch mit der Meldung von der von moskau gesteuerten nachrichten-Agentur Sputnik-news zitiert. Russland wurde schon seit längerer Zeit immer wieder als Anwärter für die Mitgliedschaft in der OPEC genannt und nahm auch an den verschiedensten Sitzungen teil. Inzwischen hat sich auch der Iran geäußert und erklärt das Land wolle nicht austreten.

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„Katar hat beschlossen, sich ab dem 1. Januar 2019 aus der OPEC zurückzuziehen, am Montag wird es die Organisation darüber informieren“, verkündete der Energieminister während einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Doha am Montag.

Die darauffolgende Nichteinhaltung der OPEC-Vorschriften zur Kontrolle der Produktionsmengen kann laut  Bloomberg zu einer Gewinnungserhöhung durch Katar führen. Dies könnte die Versuche unterminieren, Öl- und Gaspreise zu stützen.

Iran will nicht aus der Organisation erdölexportierender Länder aussteigen, erklärte der iranische Opec-Gouverneur Hossein Kazempour Ardebili.  Kazempour empfielt dagegen eine  Kürzung der Ölförderung im Rahmen der Opec+  , stellte jedoch zugleich klar, dass Teheran selbst keine solchen Pläne habe

„Natürlich wird der Iran (seine Ölförderung – Anm. d. Red.) nicht verringern. Natürlich richtet keiner eine solche Bitte an den Iran, denn unsere Position ist sehr klar: Solange die USA uns mit Sanktionen belegen, werden wir unsere Ölförderung nicht beschränken“, sagte Kazempur.

 

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