„Wir müssen uns … in unserer Landes- und Kommunalpolitik auf die Folgen des nicht mehr abzuwendenden Klimawandels einstellen“, konstatierte Umweltministerin Heinen-Esser zu Beginn des Nachhaltigkeitsforums am vergangenen Montag, 11. Februar, in Köln. Unausgesprochen warnte sie damit auch vor den Folgen einer Politik, die nicht frühzeitig genug mit den richtigen, entscheidenden Maßnahmen reagiert hat.

Spätestens seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 steht für die Ministerin fest: „Wir brauchen ein noch stärkeres Bewusstsein über den Klimawandel. Wir müssen die Emissionen von Treibhausgasen schnell reduzieren: im Energiesektor, im Verkehr, in der Landwirtschaft.. In der Kölner Bezirksregierung hatten sich am Montag  rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Zukunftsperspektiven im Regierungsbezirk Köln ausgetauscht.

Wir müssen uns auf die Folgen des nicht mehr abzuwendenden Klimawandels einstellen ......; Ursula Heinen Esser
Wir müssen uns auf die Folgen des nicht mehr abzuwendenden Klimawandels einstellen ……; Ursula Heinen Esser

„ Wir sehen nicht nur gute Chancen, dass sich im Rheinischen Revier der Arbeitsplatzverlust durch den Ausstieg aus der Braunkohle ausgleichen lässt“, so Heinen-Esser.  „Wir sehen auch die realistische Chance, dass das Rheinische Revier zu  einer nachhaltigen Modellregion für die Energiewende werden kann“.

Auch Heinen Esser äußerte ihre Erkenntnis: „Neue Branchen entstehen jedoch selten aus dem Nichts, sie benötigen eine staatliche Anschubfinanzierung,  die erst kostet und sich dann später auszahlt. Von den 40 Milliarden Euro, die der Bund den betroffenen Ländern als Strukturhilfen zahlen soll, werden, vermutete die Ministerin  voraussichtlich 15 Milliarden nach Nordrhein-Westfalen fließen. Um NRW zukunftssicher und damit „enkeltauglich“ aufzustellen, hat NRW hat als erstes Bundesland eine Nachhaltigkeitsstrategie unter Berücksichtigung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verabschiedet. Kernthemen sind unter anderen die nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.

Als Leuchtturm, auch europaweit, bezeichnete Heinen-Esser das Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“. An diesem Projekt haben sich in NRW insgesamt 15 Kommunen beteiligt.  Aus der Regierungsbezirk Köln sind vier Städte mit dabei: Bedburg, Eschweiler, Bonn und Köln. Bedburg, Eschweiler und Bonn haben in einem umfassenden Beteiligungsprozess eigene lokale Nachhaltigkeitsstrategien erarbeitet, Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang darauf, Köln wolle nicht nur eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln, „…sondern wagt den großen Wurf: geplant ist eine städtische Gesamtstrategie unter Beachtung des Leitprinzips der Nachhaltigkeit.“

Das Regionalforum Nachhaltigkeit in Köln war das dritte in Folge. Voraus gingen die Regionalforen zum Thema Nachhaltigkeit in den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster sowie in der Metropole, im März folgen Foren in Detmold und Düsseldorf.

 

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