Machen die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsame Sache? Was bedeutet das für die Zukunft, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die DUH mit ihren Aktionen in Sachen Dieselgate ungeheuren Wirbel erzeugt und Prozesse geführt hat.  In einer aktuellen Erklärung vom Montag, 01. Oktober, weisen beide jetzt darauf hin, dass sie im forum-synergiewende.de künftig viel zu vermelden haben.

Künftig gemeinsame Aktionen und Prozesse"...; DUH-Anwalt Prof. Klinger, rechts,  mit DUH-Geschäftsführer Resch(links) im Leipziger Gericht anlässlich des Dieselskandals
Künftig gemeinsame Aktionen und Prozesse”…; DUH-Anwalt Prof. Klinger, rechts, mit DUH-Geschäftsführer Resch(links) im Leipziger Gericht anlässlich des Dieselskandals

Und dann heißt es dort weiter: “Wenn Deutschland seinen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel von Paris liefern will, ist die Sektorenkopplung unverzichtbar”, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. “In den Sektoren Wärme und Verkehr müssen wir künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzen. Denn um diese Sektoren auch nur annähernd klimaneutral zu gestalten, ist das Potenzial etwa von Wärme aus Solarthermie oder Biokraftstoffen im Verkehr auch bei deutlich höherer Effizienz nicht ausreichend.”

Während der Anteil Erneuerbarer Energien im deutschen Strommix stetig wächst und 2017 bereits ein gutes Drittel (36,2 Prozent) erreichte, stagniert er seit Jahren bei rund 13 Prozent im Wärmebereich sowie gut 5 Prozent im Verkehr, stellt die AEE fest.  Mit neuen Informationen zum  aktuellen Sach- und Diskussionsstand der Sektorenkopplung „…wollen wir insbesondere mittelständische und kommunale Unternehmen ermutigen, das Zukunftsthema Sektorenkopplung auch bei sich vor Ort anzupacken“, so Müller- Kraenner.

„Die nötigen Technologien, um Strom zu Wärme oder zu Gas umzuwandeln bzw. in der Mobilität zu nutzen, sind schon heute verfügbar“, bekräftigt Nils Boenigk, kommissarischer Geschäftsführer der

"...mit der AEE ......; Nils Boenigk
“…mit der AEE ……; Nils Boenigk

AEE in der gemeinsamen Erklärung. „Wir möchten innovative Akteure in Kommunen und Regionen dazu anregen, diese mit erneuerbarem Strom aus Solar- und Windenergie zu kombinieren. Gerade Stadt- und Gemeindewerke sind mit den lokalen Potenzialen bestens vertraut und können daher besonders effektive Lösungen entwickeln.“

Es ist, so geht aus der aktuellen Mitteilung der beiden Akteure hervor  eine Veranstaltungsreihe von AEE und DUH geplant, die den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht. So sollen Netzwerke geschaffen und notwendige Handlungsfelder identifiziert werden.

Das neue Projekt „Forum Synergiewende“ wird dann auch noch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert.

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