Russlands Energieminister Alexander Nowak hat eine Modernisierung der ukrainischen Gasinfrastruktur für die Beibehaltung des Gastransits nach der Umsetzung von Nord-Stream 2 gefordert, Umwelt und Energie-Report hat gestern, 04. März berichtet, s. unten.  Das „Handelsblatt“ sieht in den Äußerungen Nowaks eine „Hintertreibung“ des Plans von Bundeskanzlerin Merkel, notiertedie von Moskau gesteuerte Nachrichten-Agentur Sputnik-news.

Nur wenn es sich wirtschaftlich rechnet ...?? Wladimir Putin und Angela Merkel
Nur wenn es sich wirtschaftlich rechnet …? Wladimir Putin und Angela Merkel

Nowak erläuterte Ende Februar in einem Interview, dass Russland auch nach der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 einen bestimmten Teil des Gastransits durch die Ukraine beibehalten würde. Allerdings wies er darauf hin, dass die ukrainische Gasroute wegen veralteter Infrastruktur wesentlich teurer als die neuen Pipelines sei und zu hohen Gasverlusten beim Transport führe. Deshalb betonte er, dass „enorme Investitionen“ für die Modernisierung ukrainischer Leitungen nötig seien.

Im Zusammenhang mit  Nowaks Aussagen hat das Handelsblatt den CDU/CSU-Fraktionsvizenden  Johann Wadephul interviewt. Der  sieht  in Nowaks Äußerungen die Möglichkeit eines „erheblichen Vertrauensbruchs Deutschland gegenüber“ sehe, der auch in Bezug auf Nord Stream 2 „die Verlässlichkeit in russische Zusagen sehr infrage stellen“ würde.

Auch die Europaabgeordnete der Grünen, Rebecca Harms, zitierte das  „Handelsblatt“. Sie soll die Hoffnung zum Ausdruck gebracht haben, dass „nun allen die russische Position klar ist und dass das deutsch-russische Pipelineprojekt sowie Europas Interessen in der Energiepolitik noch mal diskutiert werden“.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Gas nach Europa: Durch die Ukraine mindestens doppelt so teuer …

 

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